Materialien
- 1 leeres großes Einmach- oder Gurkenglas, z.B. mit 1 l Fassungsvermögen
- 1 Löffel
- kleine Steine
- Sand
- nährstoffreiche, torffreie Blumen- oder Gartenerde
- 1 kleine Pflanze mit Wurzelballen (z.B. Löwenzahn, Gänseblümchen, Klee)
- ggf. Moos
- Wasser
- Klarsichtfolie
- 1 Schere
- 1 Gummiband
Das Glas mit Naturmaterialien befüllen
Die Kinder füllen mit einem Löffel vorsichtig eine Schicht kleiner Steine in ein leeres großes Einmach- oder Gurkenglas, darüber eine Schicht Sand und ganz oben eine etwas dickere Schicht Erde. Die Materialien lassen sich im Kita-Gelände oder in nahegelegenen Wäldern bzw. Wiesen sammeln. Die drei Schichten stellen den Aufbau eines „Musterbodens“ dar: Unter einer humosen Schicht befindet sich je nach Standort ein sandig-lehmiger Boden und darunter Gestein.
Eine Pflanze einsetzen und bewässern
Als Nächstes setzen die Kinder eine Pflanze mit Wurzelballen wie Löwenzahn in die Erde und – wenn vorhanden – etwas Moos drumherum. Dann gießen die Kinder die Pflanze vorsichtig an: Durch das Glas können sie beobachten, wie sich zunächst das Moos vollsaugt und dann die Pflanzenwurzeln nass werden. Die Sandschicht filtert das Wasser grob, bevor es sich in den Holräumen des Gesteins sammelt.
HINWEIS: Die Pflanzenwurzeln dürfen nicht im Wasser stehen, sonst faulen sie.
Das Glas abdichten
Zuletzt spannen die Kinder eine zugeschnittene Klarsichtfolie mit einem Gummiband über die Glasöffnung, bei alten Einmachgläsern gibt es vielleicht auch einen Glasdeckel. Das schließt den Wasserkreislauf. Ein halbschattiger Standort ist perfekt, damit der Pflanze im Glas nicht zu heiß wird.
Den Wasserkreislauf beobachten
Schon nach kurzer Zeit verdunstet das Wasser im Glas und steigt als Wasserdampf nach oben. Da das Glas verschlossen ist, kondensiert der Dampf an der kalten Folie bzw. am Glasdeckel. Das Wasser sammelt sich als Tropfen an dieser Fläche und fällt nach einiger Zeit wieder auf den Boden herunter, es „regnet“. Anhand des Experiments lernen die Kinder Aggregatzustände von Wasser kennen und erfahren, wie sich Trinkwasser bildet. Mit Medien und Materialien (s. Link-Tipp) können Sie die Bedeutung von trinkbarem Süßwasser auf unserer Erde im Vergleich zum Salzwasservorkommen verdeutlichen und zeigen, wie wichtig es ist, dass wir Süßwasserressourcen schonen.