EDITORIALBabyglück

Bei allen Debatten um Spahns Nutzung von Leihmutterschaft, gilt es auch einen neuen Menschen auf der Welt willkommen zu heißen.

Ein Kind wurde geboren – und die Freude darüber bleibt manchen im Halse stecken. Doch das ist bezogen auf das Baby ungerecht. Dem kleinen Georg, der von einer Leihmutter in den USA geboren wurde und dessen hälftiges Erbgut von einer unbekannten Frau stammt, gebührt ein herzliches Willkommen in dieser Welt und der Wunsch nach Gottes reichem Segen.

Ihn trifft weder Schuld noch Verantwortung für seine Existenz und es ist ihm zu wünschen, umgeben von Liebe und Respekt aufzuwachsen. Zu oft wurden und werden Kinder ob ihrer Herkunft oder ob ihres Entstehungszusammenhangs geächtet und diskriminiert – oder die Taufe wurde verweigert. Wir wünschen Georg, dass er davon verschont bleibt. Die Geschichte seines leiblichen Vaters und dessen Ehemanns Jens Spahn zeichnen wir auf Seite 3 nach. Die Debatten darum werden uns noch länger begleiten.

Es gibt noch vieles weitere in diesem Heft zu entdecken. Besonders möchte ich auf das Interview mit dem Soziologen Andreas Reckwitz hinweisen. Und lesen Sie den Beitrag von Johanna Beck, darin erklärt sie, wie es sich mit dem Schrei gegen Gott verhält. Wir wünschen anregende Lektüre!

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