EditorialHerz und Hirn

Wie der Glaube Verstand und Gefühl anspricht.

In der Redaktion freuen wir uns Woche für Woche über Ihre zahlreichen Leserbriefe. Dabei gibt es Themen, bei denen uns das Echo der Zuschriften überrascht. In dieser Woche war das der Fall bei den Reaktionen auf Heribert Schefflers Text „Glaube ich, was ich bekenne?“, in dem er ein eigenes, persönliches Glaubensbekenntnis formuliert. Wir haben alle Leserbriefe gern gelesen, auch wenn wir nur eine Auswahl abdrucken können. Während manche den Wert des traditionellen Credos betonten, fühlten sich andere von dem Text angesprochen – oder sogar inspiriert, ein eigenes Bekenntnis zu formulieren.

In dieser Ausgabe begegnen wir einem Mann, der sich auch ganz eigene Gedanken zu Gott gemacht hat – und in der Kirche seiner Zeit damit zunächst in Häresieverdacht geriet. Dirk Müller hat mit der Meister-Eckhart-Gesellschaft über einen Philosophen gesprochen, dessen Denken sich bis heute nicht ganz ausloten lässt. Und der Würzburger Theologe Matthias Reményi gibt in unserem Fragebogen einen Rat, der sicher nicht nur für seine Studenten gilt: „Gönne dir den Luxus eigenständigen Denkens und halte Herz und Hirn weit und offen.“

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