Ihre PostLeserbriefe

Stolz

Zum Leitartikel „Zu spät gekommen?“

Mich wundert, dass der Autor gar nicht auf das Motiv des angeblich „zu spät gekommenen“ Thomas eingeht, das das Evangelium ja selbst nennt – und dann über diese Geschichte rätseln muss. Keineswegs sucht Thomas nach einem „Beweis“ für die Auferstehung, sondern er möchte seinen Herrn an den Wunden erkennen. Nur eine Auferstehung, die die Zeichen der erlittenen Wunden noch kennt, integriert und verwandelt, kann für ihn glaubwürdig und belastbar sein. Ein Hochgefühl, eine Euphorie, eine Erleuchtung, die die Schmerzen überspielen oder von den Opfern wegschauen wollte, wäre das Halleluja nicht wert.

Alexander Susewind, Gerbrunn

Als Kind habe ich mich immer für meinen Namen geschämt, wenn am Weißen Sonntag das Evangelium aus dem 20. Kapitel des Johannes vorgelesen worden ist. Heute bin ich stolz auf diesen Namen, denn Thomas spricht das aus, was die anderen noch nicht ausgesprochen haben: „Mein Herr und mein Gott.“

Thomas Mickler, Otzberg

Authentisch

Zum Artikel „Bauliche Verklumpung“

Dieser „Einwurf von der Seitenlinie“ ist ansprechend und macht nachdenklich. Das synoptisch-katholische et ...et von Theologie, Kirchenarchitektur, religiöser Kunstgeschichte und Pastoraltheologie ist überzeugend dargelegt. Nicht zuletzt auch wegen der authentischen Ambiguitätstoleranz des Autors. Großartig!

Reinhard Grave, Belm

Für Frieden

Zum Kommentar „Aus der Vogelperspektive“

Herzlichen Dank für diesen Kommentar über die Artemis-2-Mission, der weite Verbreitung verdient. Völlig unabhängig von Religion, Nation und Partei: Wie hart muss das Herz eines Menschen sein und wie verbohrt sein Sinn, wenn er von diesen Gedanken nicht tief getroffen wird?

Otto Walterspiel (online)

Ein wunderbarer Artikel, es geht mir das Herz auf. Die Schöpfung bewahren, Frieden schaffen, das ist die Aufgabe von uns Christen. Dafür möchte ich eintreten, und die politischen Kalküle der Mächtigen nicht mitmachen, sondern nur um eins beten, eins fordern, eins hoffen: Frieden für die Menschen überall, wo Krieg und Gewalt herrschen.

Katrin Klei (online)

Einspruch

Zum Wochenrückblick „Höllenangst“ 

Sowohl das Timing als auch die inhaltliche Schieflage der Aneinanderreihung der Beiträge zum Ramadan sowie zum Schwund der Kirchenmitglieder passt in das destruktive, durch wenig theologischen Sachverstand geprägte Kirchenbild des ÖRR. Ich würde mir wünschen, dass nicht ein Zuschauer, sondern die katholische Kirche selbst Einspruch dagegen eingelegt hätte.

Jürgen Drewes (online)

Wirklich wahr?

Zum Beitrag „Faktisch oder wahr?“

Glaube und Wissen sind Formen zustimmenden Vertrauens. Dialogfähig wird man, indem man den Wahrheitsbegriff relativiert.

Thomas Modrow (online)

Der Nachbarsjunge von Erich Kästner fragte diesen einmal: „Onkel Erich, die Geschichte von Emil und die Detektive ist doch wirklich so passiert, oder?“ Kästner antwortete: „Weißt Du, es ist gar nicht wichtig, ob die Geschichte wirklich genau so passiert ist, Hauptsache sie ist wahr.“

Willibert Pauels, Wipperfürth

Heilige Gabe

Zum Artikel „Liebt die Welt und liebt das Leben!“

Zum Recht auf Leben gehört auch das Recht zur Freude. Die spontane Begeisterung in der Sympathie findet ihre denkerische Erweiterung in der Empathie und die Vollendung im Mitgefühl. James Krüss erinnert uns daran, dass das Lachen eine heilige Gabe ist, mit dem Feind gewaltfrei umzugehen. Die Welt kann nur eine Zukunft haben, wenn wir in Liebe und Freude mit ihr umgehen.

Dr. Klaus Niermann, Neu-Anspach

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