Wochensprüche im Dezember

Zweiter Sonntag im Advent (06.12.2026)

Richtet euch auf und erhebt euren Kopf! Denn eure Befreiung ist nahe! (Lukas 21,28b, BigS)

Frei machen!
Zumindest versuchen, das Gedankenkarussell über die Alltagssorgen anzuhalten.
Von der eigenen Agenda befreien, der selbstauferlegten Erledigungsliste.
Ohne Furcht. Mutig.
Und dann, ohne den Ballast, aufrichten und schauen.
Von wo kommt Hilfe?
Von den Bergen?
Dem Himmelzelt, das über uns aufgespannt ist?
Aus dem gleißenden Licht des Tages oder aus den Schatten der Nacht?
Durchlässig werden für Gottes Sein in dieser Welt.
Für Gottes Sein in mir.
Ganz Mensch sein, aufrecht und offen.
Strahlende Schönheit und leuchtende Augen.
Gott sehen.
Gemeinschaft mit Gott.
Gott macht frei!

Dritter Sonntag im Advent (13.12.2026)

Bahnt einen Weg für GOTT; schaut, GOTT, die Macht über uns, kommt mit Kraft. (Jesaja 40,3.10, BigS)

Das Kind, das Küsschen in die Luft gibt, denn Gott ist doch überall!
Wie wunderbar! Gott ist einfach da, ganz nah.
Von allen Seiten umgibst du mich!
Ja, zulassen muss ich es aber schon.
Gottes Nähe zulassen.
Sie wahrnehmen wollen.
Ihr Platz geben bei mir, in meinem Leben.
Ihr Platz geben in meinem Alltag.
Gott den Weg bahnen in mir.
Loslassen der täglichen Sorgen.
Müssen, Wollen, Sollen sein lassen.
Die Augen schließen und ganz wach sein.
Gott erwarten.
Wie ein Kind werden, ganz offen für Gott.
Und mich dann von Gottes Kraft überraschen lassen.

Vierter Sonntag im Advent (20.12.2026)

Die ihr in der Gemeinschaft Christi seid, freut euch allezeit, und wiederum sage ich: Freut euch! Nah ist der, dem ihr euer Leben anvertraut habt. (Philipper 4,4.5b, BigS)

Wer bist du, Mensch,
dass du glaubst die Welt in ihrem Innersten zu erkennen?
Was bist du,
wenn du glaubst, alles aus eigener Kraft bewältigen zu können?
Einsam, klein, hilflos.
Welch ein Geschenk
kann eine Gemeinschaft sein, in der ich auch mit allen meinen Unzulänglichkeiten aufgehoben bin.
Der Wert einer solchen Gemeinschaft
ist weit größer als die Summe der einzelnen, die zu ihr gehören.
Und dann: Lachen, Freude, geteilte Freude, ansteckende Freude.
Überbordende Freude.
Wir haben nicht nur uns selbst,
nicht nur uns miteinander
– wir haben Gott, ganz nah, ganz dicht.
Lebenskraft und Lebensschutz.
Freudenruf und friedliche Stille.
Gemeinschaft und Freiraum.
O komm, Friedefürst und treuer Rat.
O Freude über Freude!

Erster Sonntag nach dem Christfest, 27.12.2026

Wir sahen ihren Glanz, einen Glanz wie den eines einzigen Kindes von Mutter und Vater voller Gnade und Wahrheit. (Johannes 1,14b, BigS)

Glanz in den Augen,
eigentlich ein Schimmern um alle und alles herum.
Ein Glanz auf den Gesichtern,
der wohl ganz aus dem Inneren des Menschen kommt.
Einige, wenige Augenblicke Friede auf Erden.
Verbunden mit Gott
und in Gemeinschaft mit meinen Liebsten.
Unmittelbar.
Oder auch mittelbar, in Gedanken und Gefühlen,
wenn die Liebsten nicht mit mir am selben Ort sind.
Ganz eins sein mit Gott.
Sein wie ein Kind.
Ganz bei mir.
Ganz Ebenbild.
Ganz gewollt.
Klar sein, klar sehen.
Wahrhaftig.
Wahrheit.
Segen empfangen,
der schon immer da war.
Frieden.
Glückselig.

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