Der christliche Glaube ist für mich paradox und darum eine so wahre Botschaft für unsere Zeit der Bescheidwisser“, schreibt Bernd Stegemann in seinem Brief an Schwester Britta in unserer neuen Reihe „Narr und Nonne“. Dass in Verwandlung Wahrheit und in Schwäche Kraft liegen können, das erklärt der gottlose Gottsucher in neuer Weise.
In unserer Ausgabe geht es in dieser Woche in mehreren Beiträgen ums richtige und falsche Bescheidwissen, angesichts von neuen Bildungsdiskussionen und alten Krisendiagnosen. Simon Lukas, Marie Schmitt und Gotthard Fuchs schreiben über die PISA-Studie und was aus ihr zu lernen wäre.
Welche Paradoxie in der Geschichte der frühen Christenheit und auf dem Weg der Kirche liegt, fächert Judith Rosen auf. Ohne die Frauen, die am Anfang der Jesusbewegung standen, gäbe es heute auch Päpste, Bischöfe und Priester nicht, ließe sich pointiert ihre These weiterdenken.
Und wie in paradoxer Weise Nationalismus und Abgrenzung zur Ukraine trotz anhaltender Bedrohung im Nachbarland Polen entstehen können, erklärt uns Arkadiusz Stempin. Wir wünschen anregende Lektüre.