Der wahre Fels
Zum Leitartikel „Einander im Blick“
Der Artikel geht selbstverständlich davon aus, dass Petrus auf die Frage Jesu „Für wen haltet ihr mich?“ aus eigener Erkenntnis antwortet: „Du bist der Christus…“ Doch Matthäus fügt an dieser Stelle eine entscheidende und klarstellende Erklärung ein, nämlich dass diese Antwort des Simon nicht „auf seinem eigenen Mist gewachsen ist“ („nicht von Fleisch und Blut“), sondern aufgrund einer Offenbarung Gottes (Mt 16,17). Diese Verankerung des Christusbekenntnisses in Gott ist der wahre Grund und Felsen, auf den Jesus seine Kirche bauen wird. Wir dürfen und brauchen nicht auf Petrus oder den Papst setzen, Gott sei Dank!
Konrad Harmansa, Magdeburg
Ermutigend
Zum Artikel „Christus auf der Baustelle“
Ein Traum: Ich sehe Jesus auf der Baustelle Kirche. Er trifft auf eine Gruppe von Menschen, die gerne mit anpacken möchten, von der Bauleitung aber ausgeschlossen werden. Er wird sehr traurig und versichert ihnen, dass es nicht in seinem Sinne ist, Menschen auszuschließen.
Roswitha Rother, Kaufbeuren
Es ist ermutigend: Christus, dem wir in unseren Mitmenschen begegnen, kommt uns zu Hilfe, um unser zerbrechliches Lebenshaus abzustützen.
Dr. Klaus Beurle, Würzburg
Zu spät?
Zum Kommentar „Wir Zauberlehrlinge“
Ich wüsste nicht, wer so naiv ist anzunehmen, die AfD „mit etwas Gebrüll“ verscheuchen zu können, bin aber dankbar für alle, die zum Widerstand gegen diese menschenverachtende Partei aufrufen. Ferner: Was soll der Hinweis auf „Demut im politischen Urteil“? Einer Partei gegenüber, die von „Alt-“ beziehungsweise „Systemparteien“ und „Kirchensteuerkirchen“ spricht und schon mit dieser Sprache unsere rechtsstaatliche und freiheitliche Demokratie mit samt der sie tragenden Parteien und Institutionen verächtlich macht?
Dr. Bernd Weber, Münster
In dem Maß, in dem sich besonders die CDU/CSU des Themas „Migration“ (der wichtige Punkt der AfD) annahm, beflügelte das die scheinbare Richtigkeit der AfD-Aussage. Die Einhegung ist nicht gelungen. Trotz markiger Sprüche. Obwohl der Verfassungsschutz die AfD beziehungsweise deren Gliederungen immer wieder als Verdachtsfälle und als „gesichert rechtextrem“ eingestuft hat, hat es keinen Verbotsantrag einer demokratischen Partei gegeben. Unsere Politiker hatten keinen Mut dazu. Nun wird es zu spät sein.
Alfred Dilger, Rees
Es war über die Jahre recht bequem, die eigene Politik als „alternativlos“ zu verkaufen und abweichende Meinungen durch eine „Brandmauer“ ins Abseits zu stellen. Dass sowas in einer Demokratie auf Dauer nicht funktioniert, wird allmählich – hoffentlich nicht zu spät – begriffen. Tragfähige und wirklich nachhaltige Lösungen für die leider zunehmenden Probleme werden nur unter Einbeziehung aller politischen Kräfte gefunden.
Franz Gerhard (online)
Antijesuanisch
Zum Zeitgang „Im Kaninchenbau“
Der Artikel zur Bewegung Katholisch Düsseldorf hat mich geschockt. Welch ein Rückschritt in alte Gesellschafts- und Glaubensmuster, in dem Frauen wieder einmal nicht (oder höchstens unter allgemeiner Aufzählung) vorkommen und Andersgläubige populistisch angelockt werden, um „endlich“ den wahren Glauben zu finden. Die Kirche müsste sich klar von einer solchen antisemitischen, antifeministischen und zutiefst anti- jesuanischen Bewegung abgrenzen.
Beate Kaesmacher, Rommerskirchen
Zugepflastert
Zur Bildnachricht „Alles einsteigen und abkühlen!“
Schon das Bild zeigt mit seinem kleinen Ausschnitt die katastrophalen Fehler in unserer Städteplanung: zugepflasterte Städte, die sich durch die Hitze aufladen, fehlende Bepflanzungen... Was man seit Jahrhunderten bei Städtplanungen im Süden wusste, wurde hier sträflich vernachlässigt. Wieder steht ein technisches Etwas, Bus und Kühlanlage, in der durchbetonierten Stadt, anstatt Bäume zu pflanzen, Grünflächen anzulegen.
Michael Rudolf, Jengen