Die Freiheit zum Wandel: Ignatianische Indifferenz und die Kunst, sich verändern zu lassen

Der Gründer des Jesuitenordens, Ignatius von Loyola, hinterließ mit seinen Exerzitien ein Instrument zur Selbstreflexion und zur geistlichen Begleitung anderer. Vielleicht besteht die eigentliche Weisheit der Exerzitien darin, dass sie den Menschen nicht lehren, Gottes Willen zu produzieren, sondern ihn zu empfangen. Laut Dominik Terstriep SJ, Pfarrer der St. Eugenia-Gemeinde in Stockholm und Dozent für Dogmatische Theologie am Newman-Institut in Uppsala, interessiert sich Ignatius nicht für den skeptischen Rückzug aus der Welt. Er möchte den Menschen innerhalb der Welt freier machen. Die sogenannte Ignatianische Indifferenz ist deshalb kein Nein zum Leben, sondern ein Ja, das bereit ist, sich überraschen zu lassen.

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