Jesus, so sagt er es selber, besucht uns weiterhin, und es ist an uns, diese Chance nicht zu verpassen: „Ich war fremd und ihr habt mich aufgenommen“ (Mt 25,35). Fremdsein hat viele Gesichter: Einsamkeit; das Gefühl, nicht dazuzugehören; zu wenig finanzielle Mittel; eine schwierige soziale Herkunft; die Sprache nicht zu beherrschen … Wer ist auf irgendeine Art fremd in meinem Alltag? Kann man dereinst zu mir sagen: „Ich war fremd, und du hast mich aufgenommen?“
Sarah Gaffuri, in: „Gelobt seist du“ (Patmos, Ostfildern 2026)