Interkulturelle Verwundungen: Vulnerabilität in postkolonial-theologischer Perspektive

Zusammenfassung

Ist es eine Beleidigung, jemanden einen Hund zu nennen? Das dürfte in vielen Teilen der Welt der Fall sein. In Bayern allerdings nicht unbedingt: Ansagen wie »a Hund bist fei scho!« oder »Hund sans scho!« können als durchaus positive Form der Anerkennung eines listigen, verschlagenen, nicht unbedingt rechtskonformen, aber jedenfalls erfolgreichen Verhaltens gelten. Beleidigungen und andere Verletzungen sind kulturell kodiertund werden entsprechend den jeweils unterschiedlichen kulturellen Wertvorstellungen wahrgenommen und interpretiert. Vulnerabilität ist immer auch von der jeweiligen kulturellen Prägung abhängig. Interkulturelle Beziehungen sind daher für Verletzungen aller Art besonders anfällig.

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