Zusammenfassung
Noch immer wird Vulnerabilität im Kontext der Umweltwissenschaften oft anthropozentristisch verengt. Vulnerabel sind Ökosysteme in diesem Sinne nur dann, wenn eine Schädigung der Menschen droht. Der Beitrag plädiert dafür, diese Verengung aufzuheben und zu einem neuen, zu einer integralen Mitweltethik geweiteten Verständnis ökologischer Vulnerabilität zu gelangen. Auf dieser Grundlage lässt sich der spirituelle Beitrag der christlichen Vorstellung einer »Deep Incarnation« herausarbeiten, die die Fleischwerdung Gottes in Christus als Eingehen in die gesamte Schöpfung interpretiert.