Versperrte Türen, geschlossene Geschäfte, nur vereinzelte Menschen auf der Straße … Wer schon einmal zu Besuch in Jerusalem war – noch dazu in den Tagen vor Ostern –, weiß, dass dies alles andere als ein normales Bild ist. Für gewöhnlich sind die Gassen der Altstadt voller Touristen, Pilgergruppen ziehen an den üppigen Auslagen der Händler vorbei. Doch seit Beginn des Irankriegs sind die heiligen Stätten von Juden, Christen und Moslems geschlossen – das schlichte Eisentor zum Vorhof der Grabeskirche (Bildmitte) bleibt versperrt. Ob ein Besuch der Kar- und Ostergottesdienste möglich sein wird, hängt von den weiteren Entwicklungen ab. Die traditionelle Palmprozession vom Ölberg, an der üblicherweise Tausende Gläubige teilnehmen, wurde bereits abgesagt. Pierbattista Pizzaballa, der Lateinische Patriarch von Jerusalem, rief stattdessen dazu auf, für den Frieden zu beten, „jeder von uns an seinem eigenen Ort“ – ein einschneidender Einstieg in die Karwoche. (Foto: Andrea Krogmann | KNA)