Zwischen-Zeit

Der letzte Wochenrückblick im alten Jahr

Ein letzter Rückblick ins alte Jahr, ein Ausblick ins neue: Möge jede und jeder von uns je nach Möglichkeit dazu beitragen, dass 2026 ein besseres, ein gutes Jahr werde!

1 | Stuttgart. Die Fernsehübertragung eines Weihnachtsgottesdienstes sorgt für Debatten. Anlass ist eine ungewöhnliche Krippendarstellung – eine Kunstinstallation –, bei der sich ein in nasses Reispapier gehüllter Mensch auf einer Unterlage aus Stroh wand. Die „Bild“-Zeitung berichtete unter der Überschrift ARD zeigt Weihnachtsmesse mit Schleim-Jesus, die Krippen-Interpretation habe für Empörung bei Zuschauern gesorgt. Das Bistum Rottenburg-Stuttgart räumte ein, dass die Darstellung durchaus ein kontroverses Echo ausgelöst habe, verwies aber auf die Einordnung durch Rundfunkpfarrer Thomas Steiger schon während des Gottesdienstes. Er hatte erklärt: Jesus sei geboren worden „wie jedes Menschenkind, wie du und ich. So radikal wird Gott Mensch; nah, berührbar, ohne Distanz, echt.“

2 | Bethlehem. Erstmals seit Beginn des Gaza-Krieges kamen wieder Menschen aus aller Welt zu offiziellen Weihnachtsfeierlichkeiten an der Geburtskirche zusammen. Der Lateinische Patriarch von Jerusalem, Kardinal Pierbattista Pizzaballa, sagte: „Wir alle zusammen entscheiden, das Licht zu sein, und das Licht von Bethlehem ist das Licht der Welt.“

3 | Neu Delhi. Indiens Premierminister Narendra Modi hat zu Weihnachten an einem christlichen Gottesdienst in der Erlöser-Kathedrale in Neu Delhi teilgenommen. Der Besuch fand inmitten einer Welle von Ausschreitungen hinduistischer Nationalisten gegen Christen statt. Die katholische Indische Bischofskonferenz prangerte diesen „besorgniserregenden Widerspruch zwischen öffentlichen Gesten und einer Realität der Gewalt“ an.

4 | Sokoto. Die USA haben im Nordwesten Nigerias mutmaßliche Stellungen der Terrorgruppe „Islamischer Staat“ bombardiert. US-Präsident Trump bezeichnete dies als Antwort auf Massaker an Christen. Nigeria wird von Konflikten zwischen Ethnien und Bevölkerungsgruppen erschüttert, denen Christen, aber auch Muslime zum Opfer fallen.

5 | Lahore. In der pakistanischen Stadt wurde Weihnachten erstmals sichtbar im öffentlichen Raum gefeiert. Tausende Menschen nahmen an der Christmas Interfaith Harmony Rally („Weihnachtskundgebung für interreligiöse Harmonie“) teil, die von der Provinzregierung unterstützt wurde. Christen in Lahore betrachten dies als wichtigen Schritt hin zur Anerkennung ihres Glaubens in dem muslimisch geprägten Land.

6 | Osnabrück. Bischof Dominicus Meier glaubt auch in Zeiten schrumpfender Mitgliederzahlen an die Zukunft der Kirchen. Im Gespräch mit der dpa sagte er: Er sehe zwar, dass sich viele junge Menschen an der Institution Kirche rieben. Er erlebe aber auch bei Firmungen, dass Jugendliche erzählen, wie wichtig ihnen die Gespräche mit den Seelsorgerinnen und Seelsorgern in der Vorbereitung gewesen seien.

7 | Paris. 15000 junge Erwachsene aus ganz Europa sind derzeit in der französischen Hauptstadt versammelt, um am Europäischen Jugendtreffen der ökumenischen Gemeinschaft von Taizé teilzunehmen. Inmitten von Krieg, geopolitischen Spannungen und Polarisierung soll die Zusammenkunft nach den Worten der Organisatoren eine Botschaft des Friedens, der Versöhnung und der Einheit sein. Papst Leo bezeichnete das Treffen als „eine kraftvolle Botschaft an die Welt“.

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