„Nichts ist so beständig wie der Wandel“ (Heraklit). Das gilt auch für das inzwischen unübersichtlich gewordene Feld der Bestattungskultur, deren Transformation seit der Jahrtausendwende von einer sprunghaften Ausdifferenzierung der Möglichkeiten begleitet wird. Nicht nur durch Novellierungen des länderbasierten Bestattungsgesetzes (wie in Rheinland-Pfalz 2025), sondern auch durch KI sind Fragen des angemessenen Umgangs mit den Toten laut geworden. Im Folgenden sollen Schlaglichter auf gegenwärtige soziokulturelle Entwicklungen geworfen werden, die einerseits die Bestattung der Verstorbenen betreffen und sich andererseits auf deren Angehörige auswirken. Schließlich bleibt zu fragen, welchen Beitrag die Kirche für einen humanen Umgang mit den Toten leisten kann.
Von Eva-Maria Will