Wer darf predigen? In der Frage nach der Predigt von Laien in der Messfeier hat Rom eine Entscheidung getroffen. Wo liegen deren Schwächen und wie kann es jetzt weitergehen? Von Benedikt Kranemann Dass Frauen und Männer ohne Weihe in nichteucharistischen Gottesdiensten die Predigt halten, ist mittlerweile selbstverständlich. In der Messfeier bleibt ihnen die Homilie weiterhin verwehrt, wie der Vatikan jüngst klargestellt hat. Gd 16/2026, 60. Jahr S. 173-176 / 3 Kommentare Diesen Artikel jetzt lesen! Im Abo Ihr Plus: Zugriff auch auf alle anderen Artikel im Abo-Bereich 3 Hefte + 3 Hefte digital 0,00 € danach 119,70 € für 21 Ausgaben pro Jahr + Digitalzugang inkl. MwSt., zzgl. 24,15 € Versand (D) 3 Hefte digital 0,00 € danach 109,20 € für 21 Ausgaben pro Jahr im Digitalzugang inkl. MwSt., Im Abo Im Digital-Abo Abo testen Digital-Abo testen Sie haben ein Abonnement? Anmelden Teilen Teilen Whatsapp Mailen Überschrift Artikel-Infos Autor Benedikt Kranemann Benedikt Kranemann wurde 1959 geboren und ist seit 1998 Professor für Liturgiewissenschaft an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Erfurt sowie Leiter des Theologischen Forschungskollegs an der Universität Erfurt. An der Orientierungshilfe der Liturgischen Konferenz hat er mitgearbeitet. Auch interessant Plus 12 / 2026: 1. Juni 2026 S. 132 Farben, Fahnen, Frömmigkeit Von Christof Rudolf Kraus Plus 10 / 2026: 4. Mai 2026 S. 108 Dienst am Wort Von Manuel Uder Plus 6-7 / 2025: 3. März 2025 S. 64-65 Eine besondere Aufgabe sichtbar machen Von Eugen Daigeler Diskussion Kommentieren 3 Kommentare Von Max Bauer am 03.09.2026 Ich möchte drei Dinge anmerken: - Bei der Frage nach der Rolle des Laiengläubigen befindet sich immer ein blauer Elephant im Raum: Die Frage nach der Rolle von Frauen in Kirchen. Ich würde einmal empfehlen die Texte ehrlich zu prüfen: Würde ich genauso argumentieren, wenn Frauen zu Priester geweiht werden? Wenn ich den Text genauso schreiben würde, dann kann man ihn veröffentlichen - wenn nicht, dann geht es um die Weihe von Frauen und nicht um das eigentliche Thema. - Ein weiteres: Dass das Argument Priestermangel im Bereich "Predigt anlässlich der Spendung von Sakramenten" kein Argument ist, sollte wohl doch logisch sein: Wenn kein Sakramentenspender da ist, kann auch die Feier nicht stattfinden, also auch keine Predigt. Es muss andere Argumente geben für die Predigt von beauftragten Laien in der Hl. Messe. -zum dritten: Zu wenig hervorgehoben wird, dass die Predigt außerhalb der Feier der Hl. Messe ja beauftragten Laien schon stattfindet und Alltag ist. Die Wort-Gottes-Feier als reguläre Feier am Sonntag ist bei vielen noch nicht angekommen - und vielleicht wäre es gut, diese Form der Feier zu stärken und damit auch den Predigt-Dienst von Nicht-Geweihten. Und zwei Persönliche Anmerkungen: -Mich persönlich stört die Argumentation: es ginge auch um die Qualität des Predigt. In meinen Ohren hört es sich manchmal so an, als ob Laiengläubige per se besser predigen könnten als Kleriker. In beiden Gruppen gibt es gute und schlechte Prediger, viel Mittelmaß und einige die sich überschätzen. Die Ausbildung und die Umsetzung ist das Entscheidende für die Qualität. So finde ich das Argument nicht geeignet und ja ganz ehrlich, manchmal, fühle ich mich angegriffen. - Eine letzte Frage: Ganz ehrlich kann mir mal jemand den Unterschied zwischen Predigt und Homilie erklären??? Antworten Schreiben Sie eine Antwort Angemeldet kommentieren Als Gast kommentieren Anmeldung E-Mail * Passwort * Passwort vergessen? Angemeldet bleiben Anmelden Diese Angaben benötigen wir von Ihnen. Ihre E-Mail-Adresse zeigen wir nicht an. 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Messe betreffend, kann ich hinzufügen, was mir meine Mutter einmal gesagt hat, die Priester aus der Weltkirche betreffend: Es ist ja schon schwierig die Texte der Hl. Messe zu verstehen, aber da kann man sich den Zusammenhang noch erschließen. Aber wenn sie dann anfangen zu predigen … Hilft da die Amtsgnade beim Verstehen? Als Pfarrer habe ich jeden Sonntag gepredigt und war doch dankbar, dass die Predigt in Kinder- oder Familiengottesdiensten nicht auch noch mir zugefallen sind, sondern dass ich an solchen Sonntagen eine Predigt weniger (nicht keine Predigt) hatte. Und noch ein Aspekt: Was ist, wenn der Prediger nicht imstande oder willens ist dem Hausherrn zu gleichen, "der aus seinem Schatz Neues und Altes hervorholt" (Mt 13, 52), sondern einfach Beiträge aus Predigtzeitschriften, Internet oder KI auf die Gemeinde loslässt? Antworten Schreiben Sie eine Antwort Angemeldet kommentieren Als Gast kommentieren Anmeldung E-Mail * Passwort * Passwort vergessen? 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Hier finden Sie unsere Hinweise zum Datenschutz. Kommentieren Von martin am 10.08.2026 Wer predigen "darf" ist nicht nur, wie Kranemann ausführt,eine Frage der Rolle des Christgläubigen oder eine Frage nach dem Erscheinunsgsfeld der Frau, sondern eine Frage nach dem Priester-und Leitungsamt. Kranemann drückt sich um das Zueinander der Übernahme des Christusamtes als Priester-König-Propheten durch den Getauften und den Ordo des Priesteramtes, wenn er aus dem Christusamt des Getauften den Predigtdienst für den "Laien" ableitet, ohne die Frage des Ordo dazu in Beziehung zu setzen. Der Leiter der Diözese, der Pfarrei hat also in der Liturgie u.U. keinen Predigtdienst, welcher das Wort in die Beziehung zum Sakrament der Eucharistie zu setzen hat, was die Frage aufwirft, ob der Leiter der Diözese/Pfarrei eigentlich noch etwas zu sagen hat, oder warum er schweigt. In Analogie denke ich an die SMV (Schülermit-verwaltung) meiner Schülertage, wo es in der Konsequenz der 68er darum ging, dass der Schulleiter/Direktor nichts mehr zu sagen hat, z.B. nicht auf der Abiturfeier. Kranemann nennt dieses Ansinnen nach der Rolle des Vorstehers abschätzig "Klerikalismus", während dies als Leitungsdienst des Hirten (dieses Bild mag man auch nicht mehr) zu sehen ist, gerade auf Grund des Ordo, der potestas regi-minis. Der Bischof, der Pfarrer, für was braucht man ihn eigentlich, wenn er schon nicht einmal mehr predigt. Wenn der Vorstand nichts mehr sagt, dann wird er abgeschafft, aber das wird ja jetzt wieder als klerikaler Einwurf abgelehnt zugunsten des laikalen Argumentes. Der Predigtdienst an der Einheit der Diözese/Pfarrei benötigt die einigende Person des Ordo, in dem Wort und Sakrament, die verschiedenen liturgischen Dienste in Raum und Zeit zusammengeführt werden im Gegensatz zur Zersplitterung in die einzelnen Dienste einzelner Personen, die das Gesamt des EINEN in der Einen Liturgie nicht mehr erkennbar werden lässt. Antworten Schreiben Sie eine Antwort Angemeldet kommentieren Als Gast kommentieren Anmeldung E-Mail * Passwort * Passwort vergessen? Angemeldet bleiben Anmelden Diese Angaben benötigen wir von Ihnen. Ihre E-Mail-Adresse zeigen wir nicht an. Wenn Sie nicht möchten, dass Ihr Name angezeigt wird, wählen Sie bitte zusätzlich einen Anzeigenamen, den wir dann anstelle Ihres Namens veröffentlichen. E-Mail-Adresse * Vorname * Nachname * Anzeigename ** Kommentar * Ja, ich möchte den kostenlosen Gottesdienst-Newsletter abonnieren und willige in die Verwendung meiner Kontaktdaten zum Zweck des E-Mail-Marketings durch den Verlag Herder ein. 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Benedikt Kranemann Benedikt Kranemann wurde 1959 geboren und ist seit 1998 Professor für Liturgiewissenschaft an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Erfurt sowie Leiter des Theologischen Forschungskollegs an der Universität Erfurt. An der Orientierungshilfe der Liturgischen Konferenz hat er mitgearbeitet.