Titelseite Gottesdienst 16/2026

16 / 202610. August 2026

Inhalt

Liebe Leserinnen und Leser,

wenn über die Wortverkündigung in der Messfeier oder der Wort-Gottes-Feier gesprochen wird, steht meist die Qualität des Lektorendienstes oder der Predigt im Mittelpunkt. Beides ist wichtig.

Dabei gerät jedoch ein Element aus dem Blick, das vielerorts kaum genutzt wird: die Möglichkeit, in die Lesungen mit wenigen Worten einzuführen. Viele Schriftlesungen erschließen sich nicht auf Anhieb. Sie stammen aus einer anderen Zeit, setzen daher Vorkenntnisse voraus und bilden oft nur einen kleinen Ausschnitt eines größeren Zusammenhangs.

Eine gut formulierte Einführung kann hier eine Brücke schlagen. Sie nimmt der Lesung nichts vorweg, sondern weckt die Aufmerksamkeit für das, was gleich zu hören sein wird. Sie ersetzt weder die Predigt noch erklärt sie den Bibeltext vollständig. Vielmehr hilft sie den Mitfeiernden, sich innerlich auf das Hören des Wortes Gottes einzustimmen.

Die Liturgie sieht die Möglichkeit solcher Einführungen ausdrücklich vor und empfiehlt, sie „hilfreich, knapp und klar“ zu formulieren (vgl. Pastorale Einführung in das Messlektionar, Nr. 57). Trotzdem werden sie vielerorts kaum genutzt. Dabei genügen schon zwei oder drei sorgfältig formulierte Sätze.

Deshalb veröffentlicht diese Zeitschrift regelmäßig Vorschläge für Einführungen zu den Sonn- und Festtagslesungen (vgl. etwa S. 180 in diesem Heft). Vielleicht können sie ein Impuls sein, die Verkündigung des Wortes Gottes in Ihrer Gemeinde zu stärken.

Ihr Manuel Uder

Über diese Ausgabe

Leitartikel

  • Plus S. 173-176

    Wer darf predigen?

    Wer darf predigen?

    In der Frage nach der Predigt von Laien in der Messfeier hat Rom eine Entscheidung getroffen. Wo liegen deren Schwächen und wie kann es jetzt weitergehen?

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