Titelseite Gottesdienst 12/2026

12 / 20261. Juni 2026

Inhalt

Liebe Leserinnen und Leser,

in den letzten Wochen konnte man von einer großen Zahl Jugendlicher und Erwachsener lesen, die in den französischen Diözesen am Osterfest durch Taufe, Firmung und Eucharistie in die Kirche eingegliedert wurden. Vermutlich gibt es in Frankreich spezifische Faktoren, die zu einem wachsenden Interesse am christlichen Glauben führen. Sicher ist aber, dass diese Entwicklung nicht durch kirchliche Konzepte hervorgerufen wurde.

Nun wird in Paris sogar ein Provinzialkonzil geplant, um sich mit dieser Herausforderung zu beschäftigen. Aus den Pfarreien, die eine große Zahl von Katechumenen haben, wird berichtet, dass sich nun alles um dieses Thema dreht: Katechesegruppen müssen gebildet, Gottesdienste vorbereitet und Taufpaten gefunden werden. Vorrangiges Anliegen ist es, die bereits vor langer Zeit Getauften zu bestärken, dass sie selbst auf Glaubensfragen Antwort geben können. Die Gemeinden wollen Räume bieten und so Liturgie feiern, dass die Neugetauften nachhaltige Beziehungen knüpfen können.

In den deutschsprachigen Ländern ist die Zahl der Erwachsenentaufen noch eher gering, auch wenn sie an manchen Orten steigt. Ob sich eine ähnliche Entwicklung auch bei uns einmal zeigen wird? Wären wir dafür bereit?

In jedem Falle liegt es in unserer Verantwortung, die Liturgie so zu feiern, dass Menschen – ob sie bereits getauft oder auf dem Weg zum Glauben sind – in ihnen wirklich Gottes Gegenwart erfahren können.

Ihr Marius Linnenborn

Über diese Ausgabe

Leitartikel

  • Gratis S. 129-131

    Singen von der Hoffnung, die uns leben lässt

    Singen von der Hoffnung, die uns leben lässt

    Vor 350 Jahren ist der evangelische Theologe und Dichter Paul Gerhardt gestorben. Seine konfessionsverbindenden Kirchenlieder machen bis heute Mut – gerade in Krisenzeiten.

Aktuell

Artikel

  • Plus S. 132

    Farben, Fahnen, Frömmigkeit

    Besondere Gruppen im Gottesdienst – etwa Schützenvereine oder Burschenschaften – bringen teils eigene Traditionen in die Liturgie hinein, die andere Mitfeiernde als fremd oder sogar störend empfinden können. Ein guter und gegenseitiger Austausch mit den Liturgieverantwortlichen und den Mitfeiernden kann zu einem gegenseitigen Verständnis helfen.

Praxis

Veranstaltungen

  • Plus S. 138-139

    Komplexe Herausforderungen

    Im Zentrum einer Tagung in Linz stand die Liturgiesprache. Besondere Aufmerksamkeit galt hierbei den aktuell laufenden Revisionen von Messbuch und Benediktionale.

Medientipps

Autorinnen und Autoren