Christlich-muslimische Beziehungen in Deutschland (Arbeitshilfen Nr. 348), hg. vom Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz, Bonn 2026.
Kostenlose Bestellung und Download unter: www.dbk-shop.de.
Wer sich für den christlich-islamischen Dialog engagiert, findet in der neuen Arbeitshilfe „Christlich-muslimische Beziehungen in Deutschland“ ein unverzichtbares Kompendium. 60 Jahre nach dem Erscheinen der Konzilserklärung Nostra Aetate bietet das Dokument der Deutschen Bischofskonferenz neben Basiswissen zum Islam und zum muslimischen Leben in Deutschland auch zahlreiche Anregungen für die konkrete Praxis – so etwa vier Modelle für multireligiöse Feiern (S. 103–105):
- Die Liturgische Gastfreundschaft ermöglicht die passive Teilnahme am Ritualgebet bzw. Gottesdienst der anderen Religion.
- Das Multireligiöse Gebet („Modell Assisi“) sieht ein nacheinander erfolgendes Beten vor,
- während beim „gemeinsam gesprochenen Gebet“ (S. 104) – wie dem „Gebet der Kinder Abrahams“ – tiefes Vertrauen im Zentrum steht.
- Auch Feiern mit religiösen und weiteren Elementen, z. B. philosophisch-weisheitlichen Texten, werden thematisiert.
Die Handreichung beleuchtet darüber hinaus islamische Kultorte (Moscheen und andere Gebetsräume, S. 141–145), Feste und Heilige Zeiten wie den Fastenmonat Ramadan (S. 147–149) sowie verschiedene Gebetsrufe (S. 145–147).
Ein eigenes Kapitel widmet sich katholisch-muslimischen Partnerschaften und Ehen (S. 122–125): So wird in Erinnerung gerufen, dass es im Rituale-Faszikel „Die Feier der Trauung“ (2020) ein eigenes Formular für den Fall gibt, dass ein Partner nicht getauft ist, aber an Gott glaubt.
Bei Bestattungen mit muslimischer Beteiligung werden Zeichenhandlungen wie die Verwendung von Weihrauch als Symbol für das Aufsteigen der Gebete angeregt (S. 261).
Dieses Kompendium ist ein Muss für alle Dialoginteressierten – um sprachfähig zu werden, Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu entdecken sowie Formen der Gemeinschaftspflege zu entwickeln