Titelseite Gottesdienst 14-15/2026

14-15 / 20266. Juli 2026

Inhalt

Liebe Leserinnen und Leser,

in der Ferienzeit statten viele Menschen den Kirchen am Urlaubsort einen Besuch ab – weil sie sich für Kultur und Geschichte interessieren, weil sie Stille suchen oder einfach, weil sie der sommerlichen Hitze für einen Moment entkommen möchten. Dabei fällt immer wieder auf, wie gezielt dabei Raumbereiche angesteuert werden, die zum persönlichen Gebet einladen.

Mancherorts brennen Kerzen vor einer Marienfigur oder einem Kreuz, eine Sitzbank lädt zum Verweilen ein, Blumen und eine gepflegte Atmosphäre vermitteln: Hier ist Raum für das persönliche Gebet. Andernorts wirken Opferlichtständer, Heiligenbilder oder Sitzgelegenheiten eher zufällig platziert, vernachlässigt oder gar verwahrlost.

Gerade diese Orte verdienen jedoch eine liebevollere Behandlung. Sie sind wichtige Berührungspunkte mit dem christlichen Glauben – nicht nur für regelmäßige Gottesdienstteilnehmer/ innen, sondern auch für Menschen, die selten einen Sakralraum betreten. Solche Orte eröffnen die Möglichkeit, Sorgen und Klage, Dank und Hoffnung vor Gott zu bringen.

Deshalb sollten sie keinesfalls als vernachlässigbare Randbereiche des Kirchenraums verstanden werden. Vielleicht ist die Urlaubszeit ein guter Anlass, auch den Andachtsorten in der eigenen Kirche wieder mehr Aufmerksamkeit zu widmen. Denn nicht selten bleiben diese Gebetsnischen und -ecken von einem Besuch am längsten in Erinnerung.

Ihr Manuel Uder

Über diese Ausgabe

Leitartikel

  • Plus S. 153-156

    „Hab Mut, steh auf – und geh!“

    „Hab Mut, steh auf – und geh!“

    Der Abschlussgottesdienst des 104. Deutschen Katholikentags in Würzburg hat in seiner Gestaltung besondere Akzente gesetzt. – Eine liturgiewissenschaftliche Einordnung.

Aktuell

Artikel

  • Plus S. 157-158

    Antwort auf Gottes Reden und Handeln

    Der Antwortpsalm führt oft ein Schattendasein in der Liturgie. Doch besitzt er eine besondere, mehrschichtige Aufgabe in der Schriftverkündigung des Wortgottesdienstes und sollte daher gepflegt werden.

  • Plus S. 168-169

    Im Niemandsland der Kirchen

    Kann man Einheit feiern, ohne wirklich eins zu sein? Das Konzept des „Ökumenischen Gottesdienstes“ wirft Fragen nach Wesen, Ziel und Zukunft auf.

  • Gratis S. 170-171

    Störelement statt Stütze?

    Das Credo passt nicht gut in den dialogischen Spannungsbogen des Wortgottesdienstes hinein. – Warum das so ist und wie man damit sinnvoll umgehen kann.

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