Internationalen Wochen gegen RassismusKäfige in der Kirche

Blick in einen Kirchenraum, vor den Bänken, den Altarbereich verdeckend, eine Installation aus Vogelkäfigen, die einen Bogen formen, in den man durch ein rundes Portal vorne eintreten kann.

Hunderte kunstvoll handgefertigte Vogelkäfige, sorgsam zu einer begehbaren Installation gestapelt, erwarten die Besucher in der Evangelischen Stadtkirche Karlsruhe. Es ist ein ungewohntes Bild. Und eines, das auf den ersten Blick irritieren kann: Die Kirche als Käfig? Der Heilige Geist (klassischerweise ja oft als Taube dargestellt) ist ausgeflogen? Der Titel, den der irakische Künstler Fahar Al-Salih seinem Werk gegeben hat, deutet in eine andere Richtung: „500 Käfige, ein Tor zur Freiheit“. Er wollte den Kirchenbesuchern das Wechselspiel aus Begrenzung und Freiheit spürbar machen, das viele Migrantinnen und Migranten erleben, heißt es in einer Erläuterung. Damit ist die Kirche dann doch ein passender Ort: Hier können sich auch jene angenommen fühlen und befreit aufatmen, die im Alltag allzu schnell „in eine Schublade gesteckt werden“. Das Kunstwerk ist im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus noch bis Ende März in Karlsruhe ausgestellt. (Foto: Uli Deck / epd-bild)

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