BIG_2026_01_leserbriefe

Was sind Ihre Assoziationen zum „besser werden“? Wo arbeiten Sie an sich – und wo sind Sie vielleicht ohne großes eigenes Zutun besser geworden? Das waren unsere Fragen in der letzten Ausgabe. Vielen Dank für Ihre Antworten.

Ein Todesfall in der Familie holte mich aus Kolumbien zurück nach Deutschland. Trotz allem hatte ich ein großes Vertrauen und war sicher, auch wieder eine sinnvolle Arbeit zu finden. Ich habe mich dann für die Arbeit mit alten Menschen entschieden und wurde als Pflegedienstleiterin in einem Alten- und Pflegeheim eingestellt. Dank eines toleranten Heimleiters und eines guten Mitarbeiterteams hatte ich eine Arbeit, die mich ausfüllte. Im Laufe der langjährigen Tätigkeit habe ich gemerkt, dass alle vorherigen Arbeitsstellen wie ein roter Faden eine Vorbereitung waren, um diese Herausforderung zu bestehen. Ich habe im Nachhinein immer mehr gespürt, es war Fügung Gottes – und habe es nicht mehr „Zufall“ genannt.

Ich habe 1961 meine Ausbildung zur Krankenschwester auf der Geburtsstation des St. Josefs-Krankenhauses in Freiburg begonnen und Ende letzten Jahres meine berufliche Laufbahn als Sterbebegleitung im Hospizdienst beendet – der Kreis hat sich geschlossen. Dankbar bin ich für viele wunderbare Begegnungen und Unterstützungen, für mein interessantes und zufriedenes Leben. Ich bin sicher, dass mir Gottes Hilfe zuteilwurde und wird.

Gudrun Seemann, Freiburg

„Mensch ärgere dich nicht.“ So heißt ein volkstümliches Spiel mit dem Appell, sich nicht zu ärgern, wenn man ein Spiel verliert. Auch in unserem Alltag gibt es Anlass genug, sich zu ärgern – so etwa, wenn etwas schiefgeht oder mir jemand auf die Nerven geht. Menschlich ist es, sich zu ärgern, doch wahrhaft menschlich ist es, auch im Falle einer Niederlage souverän zu bleiben und keinen Ärger in uns aufkommen zu lassen.

Dr. Klaus Beurle, Würzburg

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