Wirtschaftswachstum zerstört immer mehr natürliche Ressourcen. Doch in der Bevölkerung
finden nicht einmal Strategien der Entkopplung und des „grünen Wachstums“
mehrheitliche Zustimmung. Im Gespräch mit Amosinternational konstatiert der Postwachstumsdenker
Niko Paech eine Zukunft, in der Selbstentfaltung und Konsum verschwinden
und es um reine Selbsterhaltung gehen wird. Um darauf jetzt schon vorbereitet
zu sein, braucht es glaubwürdige Vorbilder – und das nicht nur in der Theorie.
Der Wissenschaftler lebt, was er lehrt und engagiert sich in der solidarischen Landwirtschaft
sowie in einer Reparaturwerkstatt. Im Interview spricht er darüber, welche
ökologischen, ökonomischen und psychologischen Wachstumsgrenzen es gibt,
inwiefern Konkurrenz ein Ausdruck menschlicher Freiheit ist und warum er nicht mehr
glaubt, die Kirche könne einen Mentalitätswandel vorantreiben.
Von Claudia Schwarz, Niko Paech