Plus
S. 5-11
Über Postwachstum und Degrowth gibt es seit den 2000er Jahren intensive Diskussionen, die weitgehend wachstumskritisch sind. Sie sind wissenschaftlich, politik- sowie transformationsorientiert und speisen sich aus verschiedenen kritischen Perspektiven. Während sich der Fokus bei Postwachstum auf Wachstumsunabhängigkeit richtet, ist es bei Degrowth der gestaltete Rückgang der wirtschaftlichen Produktion und Ressourcennutzung. Die Frage, ob eine ausreichende absolute Entkopplung von Wirtschaftswachstum und Ressourcenverbrauch bzw. Umweltschädigung in der nötigen kurzen Frist stattfinden kann, ist zentral. Wachstumskritiker:innen sehen keine Hinweise dafür. Ihr Ziel ist, das vorherrschende Wachstumsparadigma mit seinen Dynamiken und Wachstumsabhängigkeiten abzulösen, sodass die ökologischen Grenzen eingehalten, soziale Errungenschaften gesichert und global ausgedehnt werden können, um ein gutes Leben für alle zu ermöglichen. Von Irmi Seidl, Angelika Zahrnt