Ein Zwischenruf zur Diskussion um Qualität in der LiturgieUnterscheiden lernen

Der Qualitätsdiskurs hat sich, bezogen auf die Liturgie, in den letzten 20 Jahren besonders in den evangelischen Kirchen etabliert. Institutionell sichtbar wurde dies speziell im von Folkert Fendler geleiteten „Zentrum für Qualitätsentwicklung im Gottesdienst“, das von 2009 bis 2017 am Michaeliskloster in Hildesheim angesiedelt war. Auch auf katholischer Seite hat man sich der Sache angenommen: So war 2022 die 20. und in dieser Form letzte Sommerakademie des Deutschen Liturgischen Instituts in Trier, veranstaltet gemeinsam mit dem Gottesdienst-Institut der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern, dem Thema „Liturgie und Qualität“ gewidmet. Im Rahmen dieses kleinen Beitrags möchte ich mich auf einen zentralen Gedanken fokussieren und diesen auf eine (vermutlich tendenziell eher) katholische Problemstellung beziehen.

Fazit

Die Diskussion um Qualität in der Liturgie krankt an einer einseitig auf die Messe konzentrierten Gottesdienstkultur. Es ist zwischen hochritualisierten und freier gestalteten Gottesdienstformen zu unterscheiden. Die Kategorien und Kriterien liturgischer Qualität sind in beiden Fällen nicht identisch.

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