Das Doppelheft 2+3/2025 des Liturgischen Jahrbuchs (ISBN 978-3-902-17172-1) widmet sich der aktuell laufenden Revision des deutschsprachigen Messbuchs. Damit greift es einen Prozess auf, der für die Feiergestalt der Liturgie im deutschen Sprachraum auf Jahre hinaus prägend sein dürfte.
Im ersten Teil werden die Beiträge einer Auftakttagung zur Revision vom Juli 2024 dokumentiert (vgl. Gd 16/2024, S. 173–176). Martin Klöckener zeichnet die wechselvolle Vorgeschichte früherer Revisionsversuche nach und verortet das neue Projekt im Kontext von Magnum Principium. Alexander Zerfaß beleuchtet die kirchenrechtlichen, liturgietheologischen und übersetzungstheoretischen Grundlagen heutiger Übersetzungsarbeit. Werner Michler öffnet mit literaturwissenschaftlichen Perspektiven einen anregenden Außenblick auf Sprache und Stil liturgischer Texte. Besonders praxisnah sind die Beiträge von Rudolf Pacik zur liturgischen Kantillation sowie von Marco Benini zu den neuen Perikopenorationen.
Der zweite Teil des Doppelheftes mit Stimmen zur deutschsprachigen Messbuch-Revision ergänzt die Tagungsreferate sinnvoll um weitere Perspektiven. So entsteht ein facettenreiches Bild der gegenwärtigen Herausforderungen zwischen Traditionstreue, sprachlicher Sensibilität und liturgischer Erneuerung.