Claudia Wasow-Kania/Konrad Klenk: 50 Blicke auf Paul Gerhardt. Leben und Streit, Werk und Wirkung, Leipzig: Evangelische Verlagsanstalt 2026; 184 S.; 19,00 €; ISBN 978-3-374-07992-6
Das reich bebilderte Buch bietet 50 thematische Schlaglichter auf das Leben und Werk des evangelischen Pfarrers und Lieddichters Paul Gerhardt (1607–1676). Die kompakten, fußnotenfreien Kapitel beleuchten den historischen und soziokulturellen Hintergrund seiner musikalischen Werke. Liedportraits, z. B. zu „Ich steh vor deiner Krippe hier“ oder „O Haupt voll Blut und Wunden“, verleihen dem angenehm lesbaren Buch eine besondere geistliche Tiefe.
Udo Hahn: Fröhlich soll mein Herze springen. Das Paul-Gerhardt-Brevier, Leipzig: Evangelische Verlagsanstalt 22026; 126 S.; 19,00 €; ISBN 978-3-374-08054-0
Einen völlig anderen Weg, sich mit dem kirchenmusikalischen Werk Paul Gerhardts vertraut zu machen, bietet das Büchlein von Udo Hahn. Über ein ganzes Jahr hinweg wird jede Woche ein Lied des barocken Dichters und Theologen geistlich erschlossen und mit heutigen Fragestellungen in Zusammenhang gebracht – darunter auch die im katholischen „Gotteslob“ enthaltenen Stücke. – Lesenswert!
Gemeinsam am Tisch des Herrn. Ein Votum des ökumenischen Arbeitskreises evangelischer und katholischer Theologen. III. Grundlagen und Perspektiven, hg. von Volker Leppin und Dorothea Sattler, Freiburg i. Br./Göttingen: Verlag Herder/Vandenhoeck & Ruprecht 2026; 247 S.; 35,00 €; ISBN 978-3-451-39419-5
Mit einem mehrbändigen Buchprojekt zum Votum „Gemeinsam am Tisch des Herrn“ (vgl. Gd 22/2020, S. 249–251) wurden in den vergangenen Jahren intensive Debatten um Eucharistie/Abendmahl und ökumenische Gastfreundschaft angestoßen. Der nun erschienene dritte Band dokumentiert die theologischen Grundlagen, Diskussionen und offenen Fragen, die sich aus dem vielbeachteten Votum ergeben haben.
Der nun vorliegende dritte Band versammelt Beiträge namhafter evangelischer und katholischer Theologinnen und Theologen. Im Mittelpunkt stehen exegetische, systematisch-theologische und ekklesiologische Fragen zur Eucharistie- und Abendmahlsgemeinschaft, z. B. die Mahlgemeinschaften Jesu, die Transsubstantiationslehre, die Gegenwart Christi im Abendmahl oder Fragen des Amtes und der Frauenordination.
Die Debatte besitzt nicht nur akademische Bedeutung, sondern ist eng mit der pastoralen Praxis verbunden. Der Band dokumentiert damit nicht nur den aktuellen Stand ökumenischer Verständigung, sondern zeigt auch, wo weiterhin Klärungsbedarf besteht.
Dr. Manuel Uder, DLI, Trier