Titelseite Gottesdienst 11/2026

11 / 202618. Mai 2026

Inhalt

Liebe Leserinnen und Leser,

kürzlich stieß ich wieder einmal auf die Bezeichnungen „Laienhostien“ für die kleinen und „Priesterhostien“ für größere Hostien. Diese Bezeichnungen markieren eine Differenz zwischen Priestern und Laien an gerade jener Stelle, wo es um das eine Brot, den einen Leib Jesu Christi geht, der die Einheit der Kirche zum Ausdruck bringt.

Die Allgemeine Einführung in das Römische Messbuch sagt es so: „Das eucharistische Brot (soll) so beschaffen sein, dass der Priester bei einer Gemeindemesse das Brot wirklich in mehrere Teile brechen kann, die er wenigstens einigen Gläubigen reicht. (…) Das Brotbrechen, das in apostolischer Zeit der Eucharistiefeier ihren Namen gab, bringt die Einheit aller in dem einen Brot wirksam und deutlich zum Ausdruck. Ebenso ist es ein Zeichen brüderlicher Liebe, da dieses eine Brot unter Brüdern geteilt wird“ (AEM 283). Dazu braucht es eine größere Hostie, die damit gerade nicht zur „Priesterhostie“ mutiert, sondern vielmehr Zeichen der Liebe untereinander ist.

Wenn Hostien verwendet werden, wären die großen sogenannten „Konzelebrationshostien“ für alle, die mitfeiern, noch besser. Doch kleine Hostien sind keineswegs ausgeschlossen. Und selbst priesterliche Konzelebranten können die sogenannten „Laienhostien“ empfangen.

Wenn es hier also gar nicht um den Unterschied zwischen Priester und Laien geht, vergessen wir am besten die missverständlichen Bezeichnungen.

Ihre Gunda Brüske

Über diese Ausgabe

Leitartikel

  • Plus S. 117-119

    „Komm und lobe den Herrn, meine Seele singt“

    „Komm und lobe den Herrn, meine Seele singt“

    Kaum ein kirchenmusikalisches Phänomen wird derzeit so intensiv diskutiert wie moderner Lobpreis. Hat Praise & Worship auch in der katholischen Liturgie Potenzial?

Aktuell

Artikel

  • Plus S. 120

    Eine Frage des Respekts

    Oftmals folgt in der Liturgie ein Element „Schlag auf Schlag“ auf das vorherige, ohne dem Feiernden die Möglichkeit zur Umstellung zu geben. – Ein Plädoyer für eine Liturgie ohne Zeitdruck.

  • Plus S. 126-127

    Liturgische Kommunikation durch den Körper

    Nicht nur im alltäglichen zwischenmenschlichen Umgang stellt die Körperhaltung eine nonverbale Kommunikationsform dar, sondern auch in der Liturgie zwischen Mensch und Gott. Hier ist sie nicht nur Ausdruck des jeweils persönlichen Gebets, sondern stiftet auch Gemeinschaft durch die gleiche und gleichzeitig vollzogene Körperhaltung aller Feiernden. – Einige Gedanken und Anregungen zum Knien und Stehen in der Liturgie und bei der Kommunionspendung.

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