Neue ForschungAltruistisch

Der Begriff des Altruismus geht auf den französischen Philosophen Auguste Comte (1789–1857) zurück, gedacht als Widerpart zum Egoismus. Nicht ego, sondern alter: Der oder die Andere sei mitbedacht. Ein Forschertrio aus China und der Schweiz hat nach einem Bericht im Fachjournal PLOS Biology nun herausgefunden, dass Menschen altruistischer handeln, wenn zwei bestimmte Hirnareale (Frontallappen und Parietallappen) mittels zweier am Kopf angebrachten Elektroden mit unterschiedlichen Frequenzbereichen gleichzeitig künstlich angeregt werden. Konkret verteilten die derart stimulierten Testpersonen echtes Geld in einer Spielsituation großzügiger auf ihre anonymen Mitspieler.

Natürlich: Sowohl solche Studien als auch der Begriff des Altruismus sind viel jünger als die menschliche Eigenschaft und Fähigkeit zu selbstlosem Verhalten. In der Bibel finden wir es etwa beim barmherzigen Samariter, aber auch schon bei Abraham, der Lot das bessere Land überlässt, oder auch im Buch Rut. Und natürlich in Jesu Gebot der Nächstenliebe. Gott sei Dank wird es noch immer praktiziert, im Kleinen wohl öfter als im Großen, aber immer ganz ohne Hirnlappenstimulanz.

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