ErinnerungskulturEin Stern im Schnee

Davidsstern, in der Mitte ein Herz, mit dem Finger in eine dünne Schneedecke gezeichnet. Im Hintergrund das Holocaust-Mahnmal in Berlin.
© Foto: Rolf Zöllner / Picture alliance / SZ Photo

Ein Davidstern und ein Herz, mit schneller Hand in den Schnee am Berliner Holocaust Mahnmal gemalt. Es ist ein kleines Symbol, vielleicht ganz spontan im Vorbeigehen gezeichnet. Als diese Woche an die Befreiung des KZ Auschwitz am 27. Januar 1945 erinnert wurde, ging es viel um Zahlen: Laut offiziellen Schätzungen liegt das Durchschnittsalter der jüdischen Holocaust-Überlebenden bei 87 Jahren, jeder und jede Dritte ist über 90. Wie wird die Erinnerungskultur aussehen, wenn es irgendwann keine Zeitzeugen mehr gibt, die aus erster Hand von der damaligen Zeit erzählen können? „Gerade weil diese Stimmen leiser werden, ist es unsere Pflicht, ihre Worte weiterzutragen“, mahnte NRW-Landtagspräsident André Kuper bei einer Gedenkveranstaltung. „Sie sind ein Auftrag an uns, für Frieden und Menschlichkeit einzustehen.“ Dazu gehört aktives Auftreten gegen Rassismus und Antisemitismus – und ab und zu vielleicht ein schnell gezeichneter Stern im Schnee. (Foto: Rolf Zöllner / Picture alliance / SZ Photo)

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