Der WochenrückblickDie Gute(n)

In den USA wird eine Frau getötet – und ihr „guter“ Name geht um die Welt.

Nomen est omen – der bekannte Ausspruch, wonach der Name Programm ist, geht auf den antiken Dichter Titus Maccius Plautus zurück. Seither setzen sich Dichter und Denker von Wilhelm von Ockham über Shakespeare und Oscar Wilde bis hin zu modernen Verhaltenswissenschaftlern immer wieder mit einer potenziellen Verbindung von nomen und omen auseinander. Für manche sind Namen Schicksal, für andere Identitätskonstruktionen, für wieder andere lediglich Worthülsen. Manchmal gibt es allerdings Situationen, in denen der Name einer Person tatsächlich symbolisch aufgeladen erscheint. So auch im Fall der US-Amerikanerin, die in der letzten Woche in ihrem Auto von einem vermummten ICE-Agenten erschossen wurde. Sie war eine preisgekrönte Dichterin und Mutter von drei Kindern. Ihre Hinterbliebenen beschreiben sie als „eine Christin, die wusste, dass wir hier sind, um einander zu lieben und umeinander zu kümmern“. Ihr Name war: Renée Good (Englisch für „gut“).

Passend dazu folgen hier noch weitere Nachrichten über Menschen, die sich für die gute Sache einsetzen:

1 | Teheran. Seit einigen Tagen kommt es im Iran zu wiederholten Massenprotesten gegen das Regime. Trotz massiver Gegengewalt und Hunderter oder gar Tausender Toter lässt sich die Bevölkerung nicht einschüchtern. Bundeskanzler Merz geht angesichts dessen davon aus, dass wir „gerade die letzten Tage und Wochen des Regimes sehen“.

2 | Menden. Ein Autofahrer hat ein nur dürftig angezogenes und barfüßiges Kind durch die Kälte laufen sehen und unmittelbar die Polizei alarmiert. Vor Ort entdeckten die Beamten weitere fünf Kinder in verwahrlostem Zustand, die sich nun in der Obhut des Jugendamtes befinden.

3 | Rom. Papst Leo XIV. hat angesichts des US-Militäreinsatzes gegen den diktatorischen Präsidenten von Venezuela, Nicolás Maduro, bekundet, die Entwicklungen „mit großer Sorge“ zu verfolgen. Er mahnte an, „das Wohl des geliebten venezolanischen Volkes“ an erste Stelle zu setzen, „die Gewalt zu überwinden und Wege der Gerechtigkeit und des Friedens einzuschlagen“.

4 | El Segundo (Kalifornien). Die Spielzeugfirma Mattel hat in Zusammenarbeit mit einer amerikanischen Wohltätigkeitsorganisation eine Barbie mit Autismus auf den Markt gebracht. Die Puppe ist mit Kopfhörern und Fidget Spinner (einer Art Handkreisel) gegen sensorische Überlastung sowie einem Tablet zur nonverbalen Kommunikation ausgestattet.

5 | Assisi. In der italienischen Stadt haben die einjährigen Feierlichkeiten zum 800. Todestages des heiligen Franziskus begonnen. Bei der Eröffnungszeremonie wurde eine Botschaft von Papst Leo XIV. an die Oberen der franziskanischen Ordensgemeinschaften verlesen, in der der Pontifex an die Aktualität der radikalen Friedensbotschaft Franziskus’ erinnerte.

6 | Abidjan. In Westafrika haben nur die Wenigsten Zugang zu Psychotherapien – aber viele besuchen regelmäßig Friseursalons. Deshalb werden nun im Zuge des Projektes Heal by Hair („Heilen über die Haare“) hunderte Friseurinnen und Friseure zu „Botschaftern der mentalen Gesundheit“ ausgebildet, um ihrer Kundschaft bei seelischen Problemen helfen zu können.

7 | Los Angeles. Bei der Verleihung der Golden Globes haben mehrere Prominente einen Button mit der Aufschrift Be Good („Sei gut“) getragen, um so an Renée Good und ihr Vermächtnis zu erinnern.

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