Der WochenrückblickWächter des Lichts

Das Zeitgeschehen differenziert betrachten: Die Nachrichtenlage der Woche mit Lichtblicken

Das neue Jahr ist keine zwei Wochen alt, und schon scheinen wir wieder ins alte Fahrwasser der schlechten Nachrichten geraten zu sein. Der Militärschlag der USA in Venezuela, der Angriff einer linksextremen Gruppe auf das Stromnetz in Berlin, der Brandanschlag auf den Brandenburger Antisemitismusbeauftragten... Diese Schlagzeilen haben zweifellos die ersten Tage 2026 geprägt. Doch das Bild ist vielschichtiger, wie hoffentlich meine Auswahl zeigt. Bleiben wir im Licht!

1 | Caracas. An der Chronistenpflicht komme ich freilich zunächst nicht vorbei. Nach dem Angriff der USA bleibt die Lage in Venezuela angespannt. Der Regionalobere der Herz-Jesu-Priester (Dehonianer), Juan Manuel Yépez, bedankte sich in einem Rundschreiben für die weltweite Anteilnahme. Er unterstrich: „Inmitten der Unsicherheiten bemühen wir uns, Männer des Gebets zu sein, unserem Volk Hoffnung zu bringen.“

2 | Berlin. Caritas-Direktorin Ulrike Kostka hat das Krisenmanagement bei dem großflächigen Stromausfall kritisiert. Gerade auf Landesebene würden die Ressourcen der Wohlfahrtsverbände zu wenig genutzt. Dabei habe die aktuelle Situation wieder einmal gezeigt, wie wichtig das Netz der Kirchengemeinden sei. „Wir sind direkt im Sozialraum und können nah bei den Menschen sein.“

3 | Jerusalem. Sowohl der Limburger Bischof Georg Bätzing als auch sein Grazer Amtsbruder Wilhelm Krautwaschl waren zu einem Solidaritätsbesuch im Heiligen Land. Hinterher erklärte Bätzing: „Palästinenser erwarten, dass Deutschland den Staat Palästina anerkennt. Gleichzeitig dürfen Juden erwarten, dass sie, von Terror bedroht und durch Massaker angegriffen, im Kampf um ihre Selbstbehauptung politische Unterstützung bekommen.“ Krautwaschl ermutigte zur Wiederaufnahme von Reisen nach Israel und Palästina. Eine Rückkehr der Pilgerinnen und Pilger sei insbesondere für die Heilig-Land-Christen essenziell.

4 | Wien. Die Caritas Österreich hat mit Blick auf die anhaltende Kälte dazu aufgerufen, obdachlose Menschen aktiv anzusprechen und Hilfe anzubieten. „Niemand darf in Österreichs Winter auf der Straße erfrieren“, betonte die Präsidentin des Wohlfahrtsverbandes, Nora Tödtling-Musenbichler. Ein Appell, der zweifellos nicht nur für Österreich gilt.

5 | Vatikan. Das Heilige Jahr 2025 hat Rom Rekord-Besucherzahlen beschert. Mehr als 33 Millionen Pilgerinnen und Pilger aus 185 Ländern kamen zwischen dem 24. Dezember 2024 und dem 5. Januar 2026 in die Ewige Stadt, wie der Heilig-Jahr-Beauftragte des Vatikans, Erzbischof Rino Fisichella, mitteilte. Mit über 36 Prozent stammten die meisten Besuchenden aus Italien, Deutsche lagen mit 3,16 Prozent auf dem sechsten Platz. Die rund 230000 Österreicher kamen mit 0,7 Prozent auf Platz 19.

6 | Crans-Montana. In dem Schweizer Skiort ist der Opfer des Unglücks in der Silvesternacht gedacht worden. Dabei sagte Jean-Marie Lovey, Bischof von Sitten: „Angesichts der Finsternis, die den Himmel über unserem Kanton, unserem Land verdunkelt, ist es für so viele Menschen unerträglich, in der Dunkelheit des Leidens oder des Todes, in der Dunkelheit der Sinnlosigkeit zu verharren ... Wir müssen gemeinsam um die Gnade bitten, dass auch wir zu Wächtern des Lichts werden.“

7 | München. Der Präsident des internationalen katholischen Hilfswerks missio München, Wolfgang Huber, hat zum Weltfriedenstag am 1. Januar an die vielen bewaffneten Konflikte weltweit erinnert. Vor allem werde auf den Krieg in der Ukraine und im Nahen Osten geschaut. Doch auch in Afrika gibt es zahlreiche Konflikte, die man nicht vergessen sollte, erinnert er, etwa im Südsudan oder in Burkina Faso.

Anzeige: Ich habe dich geliebt. Dilexi te – Über die Liebe zu den Armen. Das erste Lehrschreiben des Papstes
CIG Ausgaben

Christ in der Gegenwart im Abo

Unsere Wochenzeitschrift bietet Ihnen Nachrichten und Berichte über aktuelle Ereignisse aus christlicher Perspektive, Analysen geistiger, politischer und religiöser Entwicklungen sowie Anregungen für ein modernes christliches Leben.

Zum Kennenlernen: 4 Wochen gratis

Jetzt gratis testen