Wo der Glaube nur als Privatsache verstanden wird, steht er in der Gefahr, im Abbruch der Tradition zu versiegen.
Da lässt mich aufhorchen, wie Paulus zum Glauben kam. Ihm hat kein Mensch vom Glauben an Christus erzählt. Er kannte ihn nicht und sah sich nur beauftragt, seine Anhänger zu verfolgen. Die Radikalität seines neuen Weges ist vor diesem Hintergrund zu verstehen … Zum Glauben zu kommen ist ein erster Schritt. Doch dann gilt es, den Glauben zu bewahren. Das braucht Mut, persönlich, frei und offen wie Paulus von ihm zu erzählen.
Jürgen Thiesbonenkamp, in: „Mit der Bibel durch das Jahr“ (Verlag Kreuz, Freiburg 2025)