Das Bild ist sofort eingängig: In der harten Schale, die nach außen wie tot erscheinen kann, wächst neues Leben und bricht sich seinen Weg in die Freiheit. Zurück bleibt die bloße Hülle – eine Erinnerung ans leere Grab. Während die Ostereier anderswo versteckt sind und darauf warten, von Kindern gefunden zu werden, winden sie sich in Wulkau in Sachsen-Anhalt weit sichtbar um Baumstämme und hängen wie bunte, reife Früchte von den Ästen, die gerade aus der Winterruhe erwachen. In dieser Vielzahl können die Eier auch an Weinreben erinnern, womit sie dann doch wieder ein gut biblisches Bild aufgreifen. „Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben“, sagt Jesus in Joh 15,5. „Wer in mir bleibt und in wem ich bleibe, der bringt reiche Frucht.“ (Foto: Klaus-Dietmar Gabbert / Picture alliance / dpa)