Empathie bedeutet, mit den Augen eines anderen zu sehen, mit den Ohren eines anderen zu hören und mit dem Herzen eines anderen zu fühlen.“ Dieser kluge Aphorismus geht auf den österreichischen Psychoanalytiker Alfred Adler zurück.
Auch in dieser Ausgabe befassen sich gleich mehrere Beiträge mit Perspektivwechseln: Im Interview erzählt Gabriel Zuchtriegel, der Leiter der Ausgrabungsstätte von Pompeji, von der radikal neuen, verwandelnden und befreienden Sichtweise des Christentums für die Menschen der Antike (vgl. S. 3). Annette Jantzen berichtet, wie Jesus der Frau am Jakobsbrunnen das Gefühl des Gesehenwerdens und so einen neuen Blick auf Gott und das Leben schenkt (vgl. S. 5). Und Heinrike Paulus empfiehlt das Buch einer Theologin, die – aus den eigenen Diskriminierungserfahrungen heraus – für eine inklusivere Kirche plädiert (vgl. S. 7).
Bei Stephan Wahle bedanken wir uns für seine inspirierende Reihe „Heilige Momente“, die nach einem Dreivierteljahr mit dieser Ausgabe endet. An ihrer Stelle finden Sie in den kommenden Wochen eine Auswahl Ihrer eigenen Erfahrungsberichte. Wir wünschen eine perspektivenerweiternde Lektüre!