Fazit
Vieles in der Jugendarbeit ist eigentlich ganz einfach und vieles seit langem erprobt. Nicht jeder neue Hype ist gleich mitzumachen. Bewährte Zugänge und Haltungen: Kontakt- und Netzwerkarbeit, Interesse und Wertschätzung, Verlässlichkeit und Selbstlosigkeit, Beteiligung und Partizipation sind nach wie vor zentral. Und diese sind auch bei der Nutzung neuer (digitaler) Medien und Angebotsformen zu wahren. Dann ist Jugendarbeit, auch in Trägerschaft von Kirche bzw. Pfarreien, ein zielführendes Instrument, um Aufwachsen in unserer Gesellschaft und in unserer Kirche zu ermöglichen und zu unterstützen.
Aber auch eine noch so gute Jugendarbeit wird den langfristigen Trend einer Entkirchlichung hierzulande nicht aufhalten können. Das mag in der europäischen Nachbarschaft aktuell anders sein (mit aller Vorsicht sei auf die vermeintlich moderaten Wachstumsraten in der Church of England und auf Berichte über eine gestiegene Zahl von Taufen junger Erwachsener bzw. einen überraschenden Aschermittwochshype in Frankreich verwiesen). Jugendarbeit ist eine Einladung der Kirche. Ob junge Menschen diese Einladung annehmen, bleibt offen. Aber diese Einladung allein schon ist ein glaubwürdiges und sichtbares Zeugnis unseres Glaubens und damit unverzichtbar.