Ist der durch sexuellen Missbrauch entstandene Schaden an Körper und Seele wiedergutzumachen, etwa finanziell? Kann überhaupt von Schadensersatz oder Schmerzensgeld als Ausgleich gesprochen werden, in dem Sinne, dass Probleme damit aus der Welt geschafft würden? Jan-Luca Helbig, Referent für Aufarbeitung beim Erzbistum Köln, veröffentlicht im April seine rechtshistorische Dissertation zum Themenkomplex. Unter dem Titel „Die Schätzung des Menschen“ untersucht er die auch moraltheologischen Wurzeln des Schmerzensgeldes, die bis ins Mittelalter zurückgehen.
Von Jan-Luca Helbig