Empfehlungen für die Kita: Medientipps

Ein ganz vertracktes Versteckspiel

Das kann doch nicht wahr sein: Das Faultier kommt gleich und sucht alle Tiere, die beim Versteckspiel mitmachen. Während der schlaue Fuchs, die wendigen Hühner und sogar Lili, die Giraffe, in Windeseile verschwunden sind, sucht Elefant immer noch verzweifelt nach einem Versteck. Was nun?
Elefant versteckt sich ist ein witziges Vorlesebuch für Kleinkinder ab 2 Jahren. Hier können alle mitmachen beim Verstecken und Suchen. Gar nicht so einfach, alle Tiere und Tierkinder wiederzufinden! Obwohl das Verstecken für den Elefanten eine Herausforderung ist, wird er als Letzter gefunden und zeigt damit, dass man nicht aufgeben darf. Am meisten Spaß macht es immer noch, wenn trotz aller Unterschiede alle mitspielen.

Zedelius, M. (2026): Elefant versteckt sich. Bamberg: Magellan. € 13,–, ISBN 978-3-7348-1658-1, ab 2 Jahre

Von Hunden und Kindern

Beste Freunde sein … – was heißt das eigentlich? Wenn es nach diesem Buch geht, dann bedeutet das: Zusammenhalt. Im Herzen hat der beste Freund immer einen Platz und so ist man nie allein. Eine wunderbare Vorstellung, bei der sich gleich die nächste Frage stellt: Wer kann ein bester Freund oder eine beste Freundin sein? In Mein bester Freund braucht es nicht viel Text, um die Emotionen anzusprechen. Denn unweigerlich denken wir beim (Vor-)Lesen an all unsere wertvollen Erinnerungen. Dabei ist es eine Hommage an die Freundschaft zwischen Kindern und ihren Hunden. Eine Verbindung, die so eng sein kann, dass sie uns nicht nur viele wichtige Weisheiten lehrt, sondern uns auch für unser weiteres Leben stärkt.

Tanco, M. (2026): Mein bester Freund. Hamburg: Von Hacht. € 18,–, ISBN 978-3-96826-072-3, ab 4 Jahre

So ein Buch gibt es nicht?

Die Buchhandlung des Dachses ist spektakulär: Giraffenbücher in hohen Regalen oder Tiefseebücher im Tauchbecken sind hier keine Seltenheit. Doch als Rory Fuchs ihn nach einem Buch über Quallen auf dem Mond mit Piraten-Kraken und einem regenbogenfarbenen Drachen fragt, muss er passen. Das ärgert Herrn Dachs so sehr, dass er Fuchs auffordert, das Buch selbst zu schreiben. Rory kann aber gar nicht schreiben. Also tun sich die beiden zusammen: Der Dachs schreibt und Rory spinnt die Geschichte ... Das Bilderbuch Herr Dachs und seine erstaunliche Buchhandlung überzeugt nicht nur mit einer Geschichte über die Kraft der Fantasie, sondern auch mit witzigen Illustrationen. Ein Detailreichtum, der in jedem Alter Spaß macht.

Donnelly, P. (2026): Herr Dachs und seine erstaunliche Buchhandlung. Hamburg: Schneiderbuch. € 15,–, ISBN 978-3-505-15342-6, ab 4 Jahre

Interessante Scheibe

Als wir die Schallplatte Zuckerwatt mit Rockmusik von sechs Bands des Netzwerks Kindermusik e. V. zugesendet bekamen, waren wir gespannt, wie die Lieder bei den Kindern ankommen würden. Den Plattenspieler versteckten wir unter einem Tuch; die Kinder sollten erraten, was sich darunter verbarg: „Ein Tablet?“, „Fernseher?“, „Musikbox?“ Für viele war das Gerät etwas völlig Neues. Auf einen Plattenspieler kam keines der Kinder. Bevor wir die Schallplatte auflegten, konnten die Kinder sie anfassen. Sie ertasteten die Rillen und hielten sie gegen das Licht. Ein Kind sagte: „Das sieht aus wie eine große CD.“ Immer wenn wir die Nadel auf das nächste Lied setzten, fieberten sie mit und freuten sich, wenn wir die richtige Stelle direkt getroffen hatten.
Als Erstes hörten wir „Hände hoch“ von der Band Randale. Anfangs beobachteten sich die Kinder gegenseitig. Doch schon nach kurzer Zeit wippten sie mit dem Fuß, bewegten die Köpfe im Takt, einige schüttelten ihre Haare – wie auf einem Rockkonzert. Lediglich zwei Kinder fanden die Musik zu laut und verließen das Angebot. Die meisten aber hatten viel Spaß. „Hände hoch“ war ein guter Einstieg und brachte die Kinder schnell zum Mitmachen. Nach jedem Lied stimmten sie wie eine kleine Jury ab. So konnte jedes Kind zeigen, ob ihm der Song gefallen hatte. Gleichzeitig nutzten wir die Abstimmung als Anlass für Gespräche. Besonders „Ich hab die Schnauze voll von Rosa“ (von Suli Puschban und der Kapelle der guten Hoffnung) kam gut an.
Es wurde viel gelacht und mitgesungen. Auch Wochen später sangen einige Kinder noch einzelne Zeilen ihrer Lieblingslieder. Fazit: „Zuckerwatt“ brachte die Kinder zum Tanzen, Mitsingen und Lachen.

Netzwerk Kindermusik e. V. (2026): Zuckerwatt! Kindermusik mit Stromgitarren. LP. Newtone: Bielefeld. Ca. € 19,99, EAN 4021184811820

Logopädie für die Praxis

„Schon wieder ein Buch zur Sprachentwicklung?“ Der Ratgeber Wie Worte wachsen ist eigentlich für Eltern konzipiert. Was ihn jedoch für pädagogische Fachkräfte interessant macht: eine übersichtliche Auflistung aller wichtigen Fachbegriffe und Phasen in der vorgeburtlichen und frühkindlichen Sprachentwicklung. Alles knapp erklärt und perfekt, um das Wissen erneut aufzufrischen, oder für Auszubildende und Studierende, die sich gerade intensiv mit Sprachbildung auseinandersetzen. Kapitel 5 widmet sich außerdem den vielfältigen Sprachentwicklungsstörungen und -besonderheiten. Unterschiede bei Kindern mit ADHS, im Autismus-Spektrum oder mit Problemen bei auditiver Verarbeitung und Wahrnehmung werden ausführlich erklärt.
„Wann sollte der Schnuller abgewöhnt werden?“, „Welcher Trinkbecher ist am sinnvollsten?“, „Wie gehe ich mit sprachlichen Fehlern meines Kindes um?“ – auf solche drängende Fragen von Eltern, die jede:r schon gehört hat finden die Autorinnen eine Antwort.
Sie haben sich schon immer gefragt, wie es denn bei einem Kind mit Sprachauffälligkeiten nach der Diagnose weitergeht, was in der Logopädie passiert und welche Wunderübungen dort praktiziert werden? Der Ratgeber gibt hier Einblicke aus dem Alltag einer Logopädie-Praxis. Insgesamt ein tolles Komplettpaket mit zusätzlichen Checklisten, Audiobeispielen und Reflexionsfragen zum Download. (KS)

Pomnitz, P./Frey, N. (2026): Wie Worte wachsen. Sprachentwicklung begleiten mit Herz und Wissen. Freiburg: Herder. € 22,–, ISBN 978-3-451-03805-1

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