Was brauche ich für einen Krabbelgottesdienst?
Ein geeigneter Raum
Der Name weist schon darauf hin, dass bei dieser Form auf Gottesdienstteilnehmer Rücksicht genommen wird, die auf dem Boden krabbeln. Das sollen sie und dürfen sie hier ganz ausdrücklich! Daher ist das erste wichtige Kriterium für einen Krabbelgottesdienst die Wahl eines geeigneten Raums, in dem Kleinkinder ungefährdet und hygienisch verantwortbar auf dem Boden liegen und herumkrabbeln können. Sollte die Gemeinde nicht über einen solchen Raum verfügen, kann man auch einen „Krabbelteppich“ anschaffen, der nur für diesen Einsatzzweck genutzt wird.
Für die größeren Kinder und die Erwachsenen kann man Sitzkissen nehmen. Hier gilt es, auf die Möglichkeiten und Befindlichkeiten der Teilnehmenden Rücksicht zu nehmen.
Wenn der Gottesdienst im Kirchenraum stattfindet, kann man an geeigneter Stelle (in evangelischen Kirchen meist im Altarraum, in katholischen Kirchen ist dieser nicht immer geeignet) mit Decken oder einem Spielteppich für eine behagliche und krabbelfreudige Atmosphäre sorgen.
Kindgerechte Ausstattung und Materialien
Babys können mit biblischen Geschichten noch gar nichts anfangen, Kleinkinder unter Drei verstehen je nach Entwicklungsstufe zwar schon einiges, sind aber inhaltlich noch überfordert. Daher spielen interessante Materialien und Symbole bei Krabbelgottesdiensten eine zentrale Rolle. Interessant heißt: für kleine Kinder interessant, zum Beispiel: bunte Farben, Stoffe oder Gegenstände, die sich besonders anfühlen, Puppen, Instrumente für Klangerlebnisse … Damit lassen sich dann biblische Geschichten bildlich, klanglich oder auch mit Händen greifbar darstellen. Auch ältere Geschwister, die im Krabbelgottesdienst dabei sind, lassen sich damit gut ansprechen und auch einbinden. Einige Beispiele, wie jede Generation in einen solchen Gottesdienst eingebunden werden kann, finden Sie weiter unten.
Ein typisches Krabbelgottesdienst-Set enthält beispielsweise: farbige Legetücher, Handschmeichler-Steine, Biblische Erzählfiguren (z.B. Egli oder auch einfache Filzfiguren, die selbst hergestellt werden können), einfache Symbole aus Holz (Stern, Sonne, Wolke, Herz, Tiere …), einfache, kindersichere Instrumente (z.B. Orff-Instrumente für Kindergarten), Papier und kindersichere und -geeignete Buntstifte, eine Kinderbibel. ACHTUNG: Was auf keinen Fall zur Ausstattung gehören sollte: verschluckbare Teile (Murmeln, kleines Legematerial …), Plastik (wenn möglich zu vermeiden), scharfe Gegenstände und alles, was für ein Kleinkind Verletzungsgefahr mitbringen kann. Auch mit Kerzen (Feuer) sollte man bei diesen Gottesdiensten nicht unbedingt arbeiten, bzw. wenn, dann nur sehr vorsichtig.
Ein Vorbereitungsteam
Krabbelgottesdienste wollen gut vorbereitet sein. Für die Vorbereitung und Durchführung der Gottesdienste kann es ein eigenes Team geben, manchmal teilen sich auch die Eltern, die selbst an den Gottesdiensten teilnehmen, die Vorbereitung untereinander auf. Vorschläge für die Gestaltung findet man im Internet, in Buchform – oder auch in Sammlungen, die in der Gemeinde über Jahre angelegt wurden.
Wie sieht ein Krabbelgottesdienst aus?
Geeignete Themen
Bei der Themenwahl sollte immer die Umsetzbarkeit mitgedacht werden. Manche der christlichen Hauptfeste, wie zum Beispiel Ostern, sind in der Umsetzung der Inhalte nicht ganz einfach. Tod und Auferstehung, eine Kernaussage unseres Glaubens – für Kleinkinder in der Form aber nicht vermittelbar. Hier muss man überlegen, wie man eine für Kinder begreifliche Botschaft herausnimmt. Im Osterbeispiel kann das mit dem Gegensatz von Dunkelheit und Licht geschehen, aber auch hier darf der Aspekt der Dunkelheit nicht „gruselig“ werden, sondern der Schwerpunkt sollte auf dem Licht und der Freude über das Licht liegen. Sehr kleine Kinder nehmen aus diesen Gottesdiensten vor allem Eindrücke und Emotionen mit, diese sollen positiv und fröhlich sein. Es darf Neugierde geweckt werden, aber immer in einer Atmosphäre des Vertrauens.
Einfache Sprache
Für die ganz Kleinen sind die gesprochenen Inhalte noch nicht so relevant, aber ab etwa 1,5 Jahren vergrößert sich der Wortschatz von Kindern rasant. Es gibt Kinderbibeln für Kleinkinder (zum Beispiel die „Kinderbibel für die Kleinsten“, die „Bibel für die Kleinsten“ oder die „Taufbibel“, die in einer ganz einfach verständlichen Sprache einige der zentralen – und für Kinder begreifliche – biblische Geschichten erzählen. Diese können zum Vorlesen biblischer Texte verwendet werden. Neben biblischen Geschichten können natürlich auch andere Texte aus dem Kleinkindbereich verwendet werden, die eine entsprechende Botschaft vermitteln (Freundschaft, Geborgenheit, „Nächstenliebe“, Vertrauen …) Da beim Gottesdienst auch größere Geschwister und Erwachsene dabei sind, dürfen natürlich auch die im Krabbelgottesdienst sprachlich berücksichtigt werden. Es muss nicht alles von den Kleinsten verstanden werden, gemeinsame Gebete, wie das Vaterunser, oder gesungene Lieder haben auch ihren Platz.
Wiederkehrende Rituale, fester Ablauf
Gerade, wenn die Krabbelgottesdienste in einer verlässlichen Regelmäßigkeit angeboten werden, ist es für die Kinder sehr schön, wenn es ein oder zwei feste Rituale gibt, die ihren festen Platz im Ablauf haben. Das kann zum Beispiel das immer gleiche Lied zu Beginn und ein festes Segensritual am Ende sein.
Es hilft auch, wenn der grundsätzliche Ablauf – wie auch in einer offiziellen Liturgie – immer exakt gleich ist. Auf diese Weise wachsen die Kinder nach und nach in ein liturgisches Geschehen hinein. Feste Abläufe, wiederkehrende Rituale geben kleinen Kindern grundsätzlich ein Gefühl der Verlässlichkeit und Sicherheit, was gerade im fremden Umfeld eines Kirchenraums bzw. Gemeinderaums wichtig und hilfreich ist.
Ein möglicher Ablauf sähe so aus:
- Ankommen in lockerer, offener Atmosphäre, gegenseitiges Begrüßen, Kindern ein wenig Zeit lassen, selbst im Raum und der Umgebung mit all den anderen Kindern und Erwachsenen anzukommen.
- Signal zum Beginn des eigentlichen Gottesdienstes (z.B. Klangschale, Gong, Musik wird eingespielt und am Ende des Stückes geht es los …)
- Gemeinsames Lied zum Beginn
- Eingangsformel „Im Namen des Vaters …“ (katholisch: Gemeinsames Kreuzzeichen)
- Begrüßung und Vorstellen des Themas
- Biblischer Text mit Einbezug der Kinder
- Dankgebet und Vaterunser
- Segensritual
- Lied zum Abschluss
Kurz und knapp
Wie der Ablauf schon zeigt, sind Krabbelgottesdienste eine kurze Angelegenheit. Der eigentliche Gottesdienst sollte 10-20 Minuten dauern, mit der Ankommens-Phase und einem kurzen Austausch im Anschluss kann man für die komplette Veranstaltung etwa 30 Minuten veranschlagen.
Beispiele für Krabbelgottesdienste
Krabbelgottesdienst zur Schöpfungsgeschichte
Ankommen
Lockere Runde, alle begrüßen sich, reden ein wenig, Kinder schauen, wer da ist, manche fremdeln zu Beginn vielleicht erst. Zeit lassen, bis alle auch innerlich angekommen sind.
Signal zum Beginn der Feier
Das kann ein Ton mit einer Klangschale sein, ein Gong, oder es wird in die offene Ankommensrunde Musik, die signalisiert, dass nun alle einen Platz suchen und sich hinsetzen. Wenn die Musik endet, beginn die Feier.
Eröffnung
Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.
Lied zu Beginn: „Einfach spitze, dass du da bist“
Begrüßung aller Anwesenden und Vorstellen des Themas
Es kann schön sein, alle anwesenden Kinder mit ihrem Namen zu begrüßen. Das Thema wird mit 1-2 Sätzen eingeleitet, z.B.: „Heute hören wir die allererste Geschichte in der Bibel. Sie erzählt uns, wie Gott unsere Welt erschaffen hat.“
Bibeltext
Z.B „Wie alles begann“ aus der „Kinderbibel für die Kleinsten“. Der Text wird Satz für Satz (bzw. nach inhaltlichen Abschnitten) vorgelesen. Nach jedem Satz wird ein Teil eines Bodenbilds in der Mitte des Sitzkreises gestaltet und die Gestaltung wird kurz erläutert.
- Dunkelblaue Tücher werden zu einem großen Kreis ausgebreitet (Es ist noch dunkel auf der Erde)
- Auf die untere Hälfte werden gelbe Tücher gelegt. (Gott hat den Tag erschaffen, jetzt gibt es Tag und Nacht.) )
- Mond und Sterne werden auf die dunklen Tücher gelegt (Damit es auch Lichter in der Nacht gibt …) Alle Kinder, die dazu schon in der Lage sind, helfen dabei, die Sterne auf den Tüchern zu verteilen. )
- Ein paar grüne Tücher werden auf die gelbe Hälfte gelegt, darauf werden Tiere verteilt (ausgeschnitten aus Pappe / Filzfiguren / Holztiere …) Auch hier helfen die Kinder, die einzelnen Tiere können benannt werden, Kinder einbeziehen! )
- Zwei Menschen-Figuren kommen hinzu (Gott hat einen Mann und eine Frau geschaffen). Die Geschichte an der Stelle mit eigenen Worten abrunden. )
Lied
„Er hält die ganze Welt in seiner Hand“
Dankgebet
Wir danken dir, guter Gott, dass du unsere Welt so wunderschön geschaffen hast. Du hast die Sonne und den Mond und die Sterne gemacht, damit wir uns nie im Dunkel fürchten müssen. Du hast Pflanzen erschaffen, die unsere Erde bunt und schön machen. Und so viele Tiere. Und du hast uns Menschen gemacht. Wir danken dir für all das, Gott. Wir sagen alle gemeinsam: Danke, guter Gott!
Vaterunser
Jetzt beten alle, die das Vaterunser schon können, gemeinsam: Vater unser im Himmel …
Segensritual
Ein schönes Segensritual ist das Kreuzzeichen auf die Stirn, das in der Familie weitergereicht wird, zum Beispiel von Alt nach Jung: Das älteste Familienmitglied zeichnet dem nächstjüngeren ein Kreuz auf die Stirn und so geht es weiter bis zum jüngsten.
Dazu ein paar einleitende Worte, z.B.: Gott hat uns alle lieb. Deshalb ist er immer für uns da und er passt auch auf uns auf. Das nennen wir „Segen“. Ein Zeichen für diesen Segen Gottes, der uns immer beschützt, ist das Kreuz. Dieses Kreuz zeichnen wir uns nun gegenseitig auf die Stirn und sagen dazu: „Gott hat dich lieb. Er segnet dich.“
Am Ende kann noch ein allgemeiner Segen ausgesprochen werden:
So segnet uns der dreifaltige Gott, der Vater und der Sohn und der Heilige Geist. Amen.
Schlusslied
Eventuell noch ein Lied zum Abschluss, z.B. „Wo ich gehe, wo ich stehe“
Erntedank mit allen Sinnen – Krabbelgottesdienst für alle Generationen
Hinweise zur Durchführung
Diese Feier ist für alle Generationen vom Kleinkind bis zur Großmutter oder gar dem Urgroßvater gedacht. Alt und Jung bringen sich gemeinsam in die Feier ein. Die Sitzgelegenheiten entsprechend anpassen, neben Sitzkissen auch Stühle anbieten. Wichtig: Der Herbst ist Infektionszeit, zum Schutz der Älteren sollten Kinder, wenn sie nicht ganz gesund sind, nicht beim Gottesdienst dabei sein, selbst wenn sie „gesund genug“ für Schule, Kindergarten oder Krippe sind. Bei diesem Gottesdienst werden Lebensmittel angefasst. Vorher mit den Kindern Hände waschen.
Ankommen
Lockere Runde, alle begrüßen sich, reden ein wenig, Kinder schauen, wer da ist, manche fremdeln zu Beginn vielleicht erst. Zeit lassen, bis alle auch innerlich angekommen sind.
Signal zum Beginn der Feier
Das kann ein Ton mit einer Klangschale sein, ein Gong, oder es wird in die offene Ankommensrunde Musik, die signalisiert, dass nun alle einen Platz suchen und sich hinsetzen. Wenn die Musik endet, beginn die Feier.
Eröffnung
Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.
Lied zu Beginn: „Einfach spitze, dass du da bist“
Begrüßung aller Anwesenden und Vorstellen des Themas
Es kann schön sein, alle anwesenden Kinder mit ihrem Namen zu begrüßen. Das Thema wird mit 1-2 Sätzen eingeleitet, z.B.: „Heute feiern wir Erntedank. Wir danken Gott für all die guten Dinge, die uns die Erde schenkt. Und wir wollen diese guten Dinge heute schmecken und riechen und hören und fühlen!
Kurzer Bibeltext
z.B. Psalm 23
Der Herr ist mein Hirte, niemals wird mir etwas fehlen!
Wie ein Schäflein lässt Gott, mein Hirte,
mich auf grünen Wiesen springen und spielen,
und wenn ich müde werde,
zeigt er mir einen schönen Ruheplatz am Wasser.
Bei Gott bekomme ich alles, was ich brauche,
er zeigt mir die richtigen Wege.
Und wenn die Wege dunkel und gefährlich werden,
dann muss ich keine Angst haben: Denn du bist bei mir,
Gott, du beschützt mich und gibst mir Mut.
Du lädst mich ein an deinen reich gedeckten Tisch –
und meine Feinde müssen zuschauen.
Du tust mir gut, du gibst mir, was ich brauche.
An deiner Seite, Gott, werde ich immer glücklich sein,
mein Leben lang,
und eines Tages werde ich für immer bei dir wohnen.
(aus „Du bist wunderbar. Psalmen für Kinder“, Herder – Freiburg im Breisgau 2020)
Aktion: Wir füllen einen Erntekorb (Erntedank mit allen Sinnen)
Vorbereiten: Schüssel mit Getreidekörnern (Fühlen), Brotstückchen auf Teller zum Essen (schmecken), Lavendelsäckchen oder Pfefferminze (riechen), Früchte für den Korb: z.B. Äpfel, Möhren, Kohlrabi, Rote Bete, ein Brot (eingepackt), Instrumente für Herbstgeräusche (z.B. Regenmacher, Windspiel, Klanstäbe, Handtrommeln – oder Alternativen ohne Instrumente: Linsen oder Getreidekörner in Metallschüssel, Papierbogen für Wind …)
Zu Beginn werden die Früchte für den Erntekorb an die Senioren verteilt.
So klingt Erntedank
Gottesdienstleitung leitet ein, z.B.: Mit dem Erntedankfest verabschieden wir zugleich auch den Sommer und begrüßen den Herbst. Im Herbst wird das Wetter wilder. Wir wollen jetzt zusammen ein Herbst-Wetter-Orchester bilden. (Instrumente verteilen und dann verschiedene Wetter ansagen: Regen, Wind, Gewitter …)
So riecht Erntedank
Einleitung: Im Sommer haben wir viele Kräuter und Pflanzen geerntet, die ganz besonders riechen. Ein paar haben wir heute für euch dabei. (Alle dürfen an den Kräutern / Säckchen … riechen. Die Senioren sollen erraten, was sie riechen.)
So fühlt sich Erntedank an
Einleitung: Ernte kann man auch fühlen. Manches fühlt sich ganz besonders an … (Alle dürfen in die Schüssel/n mit Getreidekörnern fassen und ein wenig damit spielen, rieseln lassen, rühren … spüren, wie es kitzelt …)
So schmeckt Erntedank
Einleitung: Wir ernten, damit wir etwas zum Essen haben. Wie gut das schmeckt, das dürft ihr jetzt probieren. (Teller mit weichen Brotstückchen, alle dürfen eines nehmen und essen, dabei kommentieren: z.B. schmecken, wie süß es wird, wenn man länger kaut …)
Erntedank heißt nehmen und geben
Einleitung: Was wir ernten, ist für alle da. Alle Menschen sollen davon satt werden. Darum füllen wir jetzt die Erntekörbe … (Die älteren Kinder oder Erwachsene sammeln von den Senioren die Früchte ein und legen sie in den großen Erntekorb.)
Möglicher Kommentar dazu: Die älteren hier in unserer Runde haben den Jungen viel für das Leben mitzugeben. Wir können von ihnen sicher viel lernen. Sinnbildlich dafür sind sie es, die uns die Ernte für den Korb überreichen.
Dankgebet
Guter Gott, du beschenkst uns reich mit deinen Gaben. Wir danken dir für die Ernte, wir danken dir für unsere Gemeinschaft von Jung und Alt. Und wir bitten dich um deinen Segen für unseren Lebensweg – ob wir noch ganz am Anfang dieses Weges stehen, oder langsam auf das Ende zugehen. Sei du bei uns.
Segensritual
Ein schönes Segensritual ist das Kreuzzeichen auf die Stirn, das in der Familie weitergereicht wird, zum Beispiel von Alt nach Jung: Das älteste Familienmitglied zeichnet dem nächstjüngeren ein Kreuz auf die Stirn und so geht es weiter bis zum jüngsten.
Dazu ein paar einleitende Worte, z.B.: Gott hat uns alle lieb. Deshalb ist er immer für uns da und er passt auch auf uns auf. Das nennen wir „Segen“. Ein Zeichen für diesen Segen Gottes, der uns immer beschützt, ist das Kreuz. Dieses Kreuz zeichnen wir uns nun gegenseitig auf die Stirn und sagen dazu: „Gott hat dich lieb. Er segnet dich.“
Am Ende kann noch ein allgemeiner Segen ausgesprochen werden:
So segnet uns der dreifaltige Gott, der Vater und der Sohn und der Heilige Geist. Amen.
Schlusslied
Lied zum Abschluss, z.B. „Wo ich gehe, wo ich stehe“
Krabbelgottesdienst zu Weihnachten
Vorbereiten / Material: Krippenfiguren (z.B. aus Filz oder Holz) und Krippe, um die Weihnachtsszene zu stellen.
Ankommen
Lockere Runde, alle begrüßen sich, reden ein wenig, Kinder schauen, wer da ist, manche fremdeln zu Beginn vielleicht erst. Zeit lassen, bis alle auch innerlich angekommen sind.
Signal zum Beginn der Feier
Das kann ein Ton mit einer Klangschale sein, ein Gong, oder es wird in die offene Ankommensrunde Musik, die signalisiert, dass nun alle einen Platz suchen und sich hinsetzen. Wenn die Musik endet, beginn die Feier.
Eröffnung
Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.
Lied zu Beginn: „Einfach spitze, dass du da bist“
Begrüßung aller Anwesenden und Vorstellen des Themas
Es kann schön sein, alle anwesenden Kinder mit ihrem Namen zu begrüßen. Das Thema wird mit 1-2 Sätzen eingeleitet, z.B.: Wir feiern (bald) Weihnachten. Heute hören wir, wie Jesus geboren wurde.
Weihnachtsgeschichte mit Figuren
Weihnachtsgeschichte aus einer Kinderbibel, z.B. die „Kinderbibel für die Kleinsten“:
In der Stadt Nazaret lebte Maria.
Figur „Maria“ aufstellen
Eines Tages kam ein Engel zu ihr und sprach: „Gott hat dich auserwählt. Du wirst einen Sohn bekommen und sollst ihn Jesus nennen.“
Figur „Engel“ neben Maria stellen
Zu der Zeit befahl Kaiser Augustus, dass alle seine Untertanen in ihre Heimatstadt gehen und sich zählen lassen sollten. So mussten sich auch Maria und Josef auf den langen Weg nach Betlehem machen.
Figuren: Maria, Josef, Esel werden hingestellt. Evtl. den Weg mit einem Tuch legen.
Dort gab es keinen Platz für sie. Bald würde das Kind geboren werden. Wo sollten sie nur hin? Sie fanden einen Stall, darin wurde Jesus geboren. Aria wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Futterkrippe.
Figuren: Maria, Josef, Jesuskind in Krippe.
Nicht weit vom Stall wachten Hirten bei ihren Herden.
Figuren: Hirten, Schafe (eventuell Weide mit grünem Tuch)
Auf einmal wurde alles hell, ein Engel Gottes sprach: „Habt keine Angst! Es gibt große Freude. Heute Nacht wurde der Sohn Gottes geboren. Ihr werdet ein kleines Kind in Windeln in einer Krippe finden.“
Figuren: Engel zu den Hirten stellen. (Das Hellwerden kann evtl. auch eingebaut werden, z.B. indem der Raum vorher abgedunkelt war, und jetzt ein Licht angemacht wird.)
Die Hirten liefen zum Stall, fanden Maria und Josef und das Kind in der Krippe. So, wie der Engel es gesagt hatte, und sie waren froh.
Figuren: Komplette Krippenszene mit Hirten, Schafe, Maria, Josef, Esel, Ochse …
Und auch wir freuen uns am Weihnachtsabend, dass Jesus geboren ist.
© Annette Langen, Frauke Weldin: Kinderbibel für die Kleinsten, Verlag Herder, Freiburg im Breisgau 2024
Lied: „Engel auf den Feldern singen“
Vaterunser
Segensritual
Ein schönes Segensritual ist das Kreuzzeichen auf die Stirn, das in der Familie weitergereicht wird, zum Beispiel von Alt nach Jung: Das älteste Familienmitglied zeichnet dem nächstjüngeren ein Kreuz auf die Stirn und so geht es weiter bis zum jüngsten.
Dazu ein paar einleitende Worte, z.B.: Gott hat uns alle lieb. Deshalb ist er immer für uns da und er passt auch auf uns auf. Das nennen wir „Segen“. Ein Zeichen für diesen Segen Gottes, der uns immer beschützt, ist das Kreuz. Dieses Kreuz zeichnen wir uns nun gegenseitig auf die Stirn und sagen dazu: „Gott hat dich lieb. Er segnet dich.“
Am Ende kann noch ein allgemeiner Segen ausgesprochen werden:
So segnet uns der dreifaltige Gott, der Vater und der Sohn und der Heilige Geist. Amen.