Anzeige: Das kleine Buch vom wahren Glück. Von Anselm Grün
Titelseite einfach leben 3/2026

Nr. 3 – 2026März

Inhalt
1. Auflage 2026
Bestellnummer: Z330114

Der März beginnt in diesem Jahr mit dem 2. Fastensonntag, an dem uns die Geschichte von der Verklärung Jesu auf dem Berg Tabor als Evangelium vorgetragen wird. Das Ziel der Fastenzeit ist, dass auch in uns manche Trübungen sich klären und wir klarer sehen, was unsere tiefste Sehnsucht ist. Unsere Sehnsucht wird dann an den anderen Sonntagen angesprochen, zuerst im Gespräch Jesu mit der Samariterin. Da können weder das Wasser aus dem Brunnen Jakobs noch die sechs Männer ihre Sehnsucht stillen. Sie erkennt in Jesus den, der sie mit ihrer inneren Quelle in Berührung bringt. Unsere Sehnsucht ist Thema auch am nächsten Fastensonntag, wenn wir von der Heilung des Blindgeborenen hören. Wir sind oft blind gegenüber der eigenen Wahrheit, aber auch blind gegenüber den Menschen, denen wir begegnen. Unsere Sehnsucht ist, mit wachen Augen durch die Welt zu gehen, die Schönheit der Schöpfung wahrzunehmen, wie sie in der Natur beginnt aufzublühen, aber auch die Schönheit der Menschen, denen wir begegnen. Wenn am nächsten Fastensonntag die Auferweckung des Lazarus erzählt wird, ist unsere Sehnsucht nach Lebendigkeit angesprochen: Oft genug fühlen wir uns innerlich tot, abgestorben. Alles ist nur noch Routine. Wir tun viel, aber wir spüren uns nicht mehr und sehnen uns doch nach wirklichem Leben. Jesus will uns herausrufen aus dem Grab, in das wir geraten sind. Der letzte Sonntag im März ist in diesem Jahr der Palmsonntag. Wir begleiten Jesus auf seinem Weg in die Passion. Aber am Palmsonntag wird schon deutlich, dass er durch alle Schmerzen, durch Verspottung und Verachtung, durch das Alleingelassenwerden hindurchgeht, um alles Leiden zu verwandeln in einen Weg der Solidarität mit allen leidenden Menschen. So spricht der Palmsonntag unsere Sehnsucht an, dass uns auch das Leid nicht von Gott zu trennen vermag, sondern uns wie Jesus zur Auferstehung in ein neues Leben führt. Das meint nicht nur in die Auferstehung nach dem Tod, sondern dass wir hier und jetzt schon auferstehen zum wirklichen Leben, das auch vom Leiden nicht besiegt werden kann.
In diesem Sinn wünsche ich Ihnen einen gesegneten Monat März, dass Sie mit Ihrer Sehnsucht in Berührung kommen und in der Sehnsucht schon spüren, dass das Leben stärker ist als der Tod, dass nicht der Hass das letzte Wort hat, sondern die Liebe.

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