Mit Stephan Langer verabschieden wir einen profilierten Blattmacher, der den CHRIST IN DER GEGENWART entscheidend geprägt hat. Als Chefredakteur hat er mit seinem Team die hohe Qualität der Zeitschrift nicht nur fortgeführt, sondern mit neuen Impulsen bereichert und einem Relaunch weiterentwickelt. Wir danken Stephan Langer für sein großes Engagement und wünschen ihm für seine kommenden Aufgaben und Herausforderungen persönlich wie beruflich nur das Beste.
Simon Biallowons, Geschäftsführer des Herder Verlags
Stephan Langer führte diese traditionsreiche Zeitschrift ein halbes Jahrzehnt – mit dem seismographischen Gespür für Breite und Vielfalt, aber auch für Tiefgang. Ein Lauter war er nicht: nicht auf Krawall gebürstet, nach Sensationen oder Effekten schielend, so sehr jedem Blattmacher heute die „Quote“ im Nacken sitzt. Gelegentlich fragte mich Stephan Langer um Rat, erbat eine Stellungnahme oder eine Einschätzung. Damit machte er klar: Ich weiß nicht alles. Und auch: Ich weiß nicht alles besser. Immer erlebte ich ihn, wie es ein Autor schätzt: als zuverlässig, als freundlich und wertschätzend. Die Nase im Wind – und in den Stürmen – der Zeit, aber nicht „zeitgeistig“: Diesen Spagat musste er meistern, Woche für Woche. Dafür bewunderte ich ihn. Ich muss mich von einem Profi verabschieden – der Freund bleibt mir hoffentlich erhalten.
Andreas R. Batlogg, Jesuit und Publizist
Ich bin seit Jahrzehnten Leser des CIG und habe mich stets auf die wöchentlich neue Ausgabe gefreut und diese mit Gewinn und Genuss gelesen. Stephan Langer hat der Zeitschrift nach Johannes Röser eine neue inhaltliche Ausrichtung gegeben, ohne mit dem Vorgänger und dessen Theologie und Konzept zu brechen. Danke dafür!
Franz Eberhardinger, Leser, Stuttgart
Mich hat der Abschied von Herrn Langer bewegt und ich bedauere ihn sehr. Bestimmt wird eine der Zeit angemessene nachfolgende Person ausgewählt. In die Gestaltungszeit von Herrn Langer fällt auch die Öffnung des Blicks und des Verstehens auf bislang Unerwähntes. Welch eine großartige Sache! Ein Dankeschön voller Bewunderung für das Erkennen des vielfach Verschwiegenen und für die großartigen Arbeiten von Frau Jantzen!
Eva Gdaniec, Leserin, Essen
Ich bedauere sehr, dass der Weg von Herrn Langer woanders „weiterführt“ – ich freue mich aber, wenn der Geist von CIG weiterhin weht. Danke, Herr Langer!
Gidi Außerhofer, Leser (online)
Werdet Vorübergehende!“ In diesem Wort aus dem apokryphen Thomasevangelium sammelt sich viel, was mir wichtig geworden ist. Ich lese es als Ermutigung zum Weitergehen und -kommen, näher hin zum ersehnten und versprochenen Ziel. Dass alles vorübergeht, wäre sonst nur eine simple Binsenweisheit. Aber die Passagen des Lebens sind ja Einladungen, Bisheriges dankbar, gar stolz zu würdigen und sich dem Zauber des Anfangs neu anzuvertrauen. Wohl nirgends sind wir dem „Gottvorkommen“ im Leben näher als „im Anfang“ mit dem Dank für jedes Ende, so fragmentarisch das macht. In der jetzigen kirchlichen und ökonomischen Landschaft die Frage hochzuhalten, was das denn sei, ein „Christ in der Gegenwart“ und also im Vorübergang, ist selten ein Osterspaziergang. Immer wieder habe ich gestaunt, mit wie viel geistlicher Leidenschaft und entsprechend zäher Geduld Stephan Langer das geschafft hat, zusammen mit seinem Team und nicht ohne bisweilen erhebliche Schwierigkeiten. Vorbildlich empfand ich immer, wie liebenswürdig und verlässlich es bei dieser nicht leichten Vermittlungsarbeit zuging. Vorübergang gehört nicht zufällig mit Eucharistie zusammen.
Gotthard Fuchs, Priester und Publizist
Wenn aus deiner Hoffnung
eine Entscheidung wird
dann sei der Segen
Gottes-der-Höchsten darin:
im Aufbruch
im Sprung ins Neue
im Durchtragen.
Wo du etwas wagst
wo du dich selber zu zeigen
und zu geben wagst
da strahle der Segen
Gottes-der-Heiligen auf:
über deinem Gelingen
wie über deinem Scheitern
über deinem Zögern
wie über deinem Losgehen
über deinem nächsten Schritt.
Der Segen Gottes-der-Ewigen
richte dich auf und mache dich frei
lasse dich wachsen und weit werden
und schenke dir Frieden.
Und die Ewige bewahre
was du gewollt hast
was du gehofft und gewagt hast
was du verloren
und was du gefunden hast
für die Dauer der Tage.
Annette Jantzen, Dr. theol., freie Autorin