Ist Dabeisein wirklich alles? Seit Freitag sind die Olympischen Winterspiele in Mailand im Gange, doch der „olympische Gedanke“ vom Dabeisein ist nicht der Grund, warum nun wieder Abermillionen Menschen dieses sportliche und mediale Großereignis verfolgen. Das Salz in der Suppe sind die Medaillen, sind spannende Wettstreite nicht ums Dabeisein, sondern um den Sieg. Natürlich wird dabei alles ausgeleuchtet und endlos wiederholt aus jedem Kamerawinkel, nichts bleibt verborgen. „Wo ist Behle?“, könnte ein Bruno Moravetz heute nicht mehr fragen, es gibt keine Waldstücke mehr, die von Kameras unbehelligt blieben – anders als noch 1980 in Lake Placid, als Langläufer Jochen Behle verschollen schien und sich der Kommentator Sorgen machte.
Ganz bewusst eher im Verborgenen dabei sind katholische und evangelische Seelsorger, die die Olympia-Teams Deutschlands und Österreichs begleiten – eine schöne Tradition schon seit 1972. Heinrike Paulus hat genauer hingeschaut (S. 6). Lieber mittendrin als nur dabei: Das galt für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Synodalversammlung in Stuttgart. Wie war es, wie geht es weiter? Wir haben einige Stimmen eingesammelt (S. 3).