Die Feier zur Weihe des neuen Wiener Erzbischofs Josef Grünwidl hat mich sehr berührt. Sein Vorgänger, der geschätzte Kardinal Christoph Schönborn, hat dabei wieder einmal weise Worte gefunden. Er verwies auf das biblische Bild des „hörenden Herzens“ (1 Kön 3,9). Grünwidl habe dies in der Vergangenheit gehabt und möge sich das auch im neuen Amt bewahren, so Schönborn. „Ein hörendes Herz hört auf dreierlei: auf Gott, auf das eigene Gewissen, auf die Menschen.“ Und weiter: „Dass du den Weg gegangen bist, der dein Lebensweg geworden ist, hat damit zu tun, dass du ein hörendes Herz hattest.“ Ein schöner Gedanke! Und er gilt cum grano salis nicht allein für den neuen Wiener Erzbischof. Ein Weg wird dann zum guten Lebensweg, zum Einholen einer Berufung, wenn uns das hörende Herz die Richtung weist.
Mein Lebensweg war in den vergangenen Jahren stark durch CHRIST IN DER GEGENWART geprägt. Es war kein einsamer Weg, sondern eine gemeinsame Reise mit Ihnen, liebe Leserinnen und Leser. Danke für Ihre Begleitung – und danke, dass ich Sie ein wenig begleiten durfte. Diese Zeit nehme ich im Herzen mit, wenn mein Weg nun an anderer Stelle weiterführt.