Ihre PostLeserbriefe

Vorbildlich

Zum Zeitgang „Der Apostel Münchens“ (CIG Nr. 3, S. 3)

Rupert Mayer ist ein gutes Vorbild. Er braucht meines Erachtens kein Wunder und keine Heiligsprechung. Er wird gewiss dennoch als „15. Nothelfer“ in Erinnerung bleiben. Uns Heutigen ist er mahnendes Beispiel. Als ich einmal vor seiner Zelle im KZ Oranienburg stand, konnte ich mich nur verbeugen vor seinem Mut und Zeugnis.

Klaus Friedrich, Friedrichshafen

Der Autor erwähnt Gespräche, die Pater Rupert Meyer mit Dietrich Bonhoeffer in Kloster Ettal geführt habe. Gibt es darüber Aufzeichnungen? Es wäre doch für die ökumenische Arbeit eine wunderbare Grundlage.

Johanna Grzonka (online)

In seiner Würdigung von Pater Rupert Mayer macht der Autor deutlich, welche Wegweisung das Leben dieses Seligen heute ist. Wie bedauerlich, dass es nicht möglich war, beim Katholikentag in Würzburg ein entsprechendes Forum einzurichten. Der diesbezügliche Antrag wurde kommentarlos abgelehnt.

Msgr. Herbert Baumann, Würzburg

Ehrenamt

Zum Kommentar „Für die Kirche strahlen“ (CIG Nr. 3, S. 2)

Et is wie et is, so könnte ein Kölner Wittgensteins Tractatus zitieren. Die Welt ist das, was der Fall ist – und dass man über das, worüber man nicht sprechen kann, schweigen muss, ist klar. Aber das ist nur der halbe Wittgenstein. Christen stehen für das Ganze ein, und dazu gehört auch, das zu sagen, was die Wahrheit ist, die im Karneval die Bitternis etwas freundlicher einkleidet. Das Gute und die Wahrheit sind deckungsgleich, und die Wahrheit ist das Leben, das gut ist.

Dr. Klaus Niermann, Neu-Anspach

Ehrenamtliche sind tatsächlich Stützen der Gesellschaft, und es gehört sich für einen Kleriker, das ins Wort zu bringen. Allerdings sind die Ehrenamtlichen in der Kirche gleichzeitig auch Stützen derselben. Der Duktus Ihres Kommentars ist begeistert vom Strahlen des kirchlichen Klerikers und unterschlägt das strahlende Engagement der kirchlichen „Laien“, die ebenso wesentlich Kirche sind. Somit bleibt für mich am Ende ein fader Beigeschmack.

Reinhard Grave, Belm

Unabhängig

Zur Bildnachricht „Kabel zum Nächsten“ (CIG Nr. 2, S. 1)

Unabhängig davon, wer der konkrete Verursacher des Stromausfalls war: Eine Energieversorgung mit vielen kleinen Lieferanten ist deutlich sinnvoller als eine geringe Anzahl großer. Weg von wenigen Großkraftwerken und -lieferanten, stattdessen Photovoltaik auf möglichst jedes Dach und Akkus in möglichst viele Häuser, ergänzt durch Windräder samt Stromspeicher vor Ort, das macht es für den Verbraucher langfristig günstiger und verringert die Gefahr von Abhängigkeit und großflächigen Ausfällen deutlich.

Norbert Müsch, Rees

Keine Karikatur

Zur Filmbesprechung „Mord mit Auferstehung?“ (CIG Nr. 2, S. 7)

Herzlichen Dank für Ihre gründliche Besprechung, ohne die ich gar nicht auf diesen Film gestoßen wäre – im ganzen Großraum Nürnberg/Fürth/Erlangen läuft er nur in einem einzigen Kino! Die Kirche wird in der Tat sehr fair dargestellt ... und die Lust der Kamera an „wallenden Gewändern“ gerät nie, wie sonst so oft, zur Karikatur. Psychologisch und auch theologisch ist es feinsinnig, wie die Rechtsbrecher/innen nicht als bösartige Verbrecher dargestellt werden, sondern wie ihr Verhalten aus ihrer Lebensgeschichte heraus verständlich gemacht wird. Schuld und Reue, Sünde und Vergebung spielen sich nicht scharf getrennt in Schwarz oder Weiß ab.

Hans-Peter Weigel, Nürnberg

Gesalzen

Zum Beitrag „Keine Ahnung, sozusagen...“ (CIG Nr. 2, S. 6)

Der Artikel analysiert sprachsensibel den inflationären Umgang mit den Floskeln „sozusagen“ und „keine Ahnung“. Hinzufügen könnte man noch das ständige „genau“ und „tatsächlich“. Diese Worte erzeugen nur Sprachnebel, in dem die wesentlichen Inhalte schließlich untergehen. Man möchte auf die Stelle im Kolosserbrief verweisen, wo es heißt: „Eure Rede sei allezeit mit Salz gewürzt“ (4,6).

Eleonore Reck, Böblingen

 

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