EditorialKernkompetenz

Welch schöne Initiative! Die Diözese Graz-Seckau in der Steiermark / Österreich will noch stärker als bisher Gottes Geist in die Welt bringen. Das Programm trägt den Titel Segen fürs Leben und richtet sich – an jede und jeden. „Alle, die sich einen Segen wünschen, sind in der Kirche willkommen“, unterstreicht Bischof Wilhelm Krautwaschl. Über ein Formular im Internet wird – ganz niederschwellig – der Kontakt zu Seelsorgerinnen und Seelsorgern vermittelt.

Es wirkt zunächst ungewöhnlich, dass diese eigentlich selbstverständliche Aufgabe der Pastoral als „neuer Schwerpunkt“ deklariert wird. Doch auch in Österreich fragen immer mehr Menschen, wozu es die Kirche überhaupt braucht, wofür sie „gut“ ist. Da ist es durchaus sinnvoll, sich auf diese Kernkompetenz zu besinnen und das dann auch „der Welt“ mitzuteilen. Der Kirche kann es nicht um sich selber gehen. Sie ist dazu da, vom Guten zu sprechen, den Menschen die bedingungslose Liebe Gottes zu versichern. Diese Botschaft finden Menschen in der Bibel (vgl. S. 3 und 4) – und eben ganz sinnenhaft in einem liturgischen Zeichen. Oder, wie es jetzt in Graz-Seckau pointiert heißt: „Segen wirkt und kostet nichts.“

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