Ihre PostLeserbriefe

Das Gute bleibt

Zum Zeitgang „Eine andere Sicht auf unser Leben“ 

Vielen Dank für diesen tiefgründigen, an die Grenzen unseres potentiellen Denkens gehenden, theologisch tiefsinnigen Artikel zu unserer Osterhoffnung! Sie ist das Beste des christlichen Glaubens und unser tragender Lebenshintergrund. Solche Artikel sind es, die den CIG auszeichnen.

Jürgen Drewes (online)

Was wir in der Vergangenheit an Gutem erlebt haben, ist nicht vernichtet, sondern bleibt, so der Autor. All die bunten Unternehmungen und lustigen Geburtstage, die man für seine kleinen Kinder oft mühevoll organisiert hat, gehen also nicht verloren. Auch wenn sich die Kinder nicht mehr daran erinnern können. Das mag Eltern trösten.

Klemens Hofmann, Marbach

Wesentlich

Zum Leitartikel „Auferstehung erzählen“ 

Die Zurückweisung der exegetischen Arbeit im Sinne der Entmythologisierung in der Nachfolge von Rudolf Bultmann führt auf ein falsches Gleis. Die Theologie, die der Bibel als historischem Quellentext gerecht werden will, muss eine eindeutige Sprache sprechen, sowohl in der Analyse des geistigen Umfeldes der biblischen Texte (Exegese) als auch in der Unterscheidung des Wesentlichen vom Unwesentlichen. Die Entmythologisierung ist notwendige Voraussetzung dafür, dass die biblische Sprache in ihrer poetischen Valenz wahrgenommen werden kann, da sie nicht mehr eins zu eins in die Sprache der Dogmatik übernommen werden kann oder muss.

Peter Berger (online)

Lebensfroh

Zum Beitrag „Tanzend zum Zentrum“ 

Dieser Artikel erinnert mich an meine Burundi-Reisen. Dort sind die Gottesdienste so froh und lebendig – mit Tanz und bewegten Liedern. Verständlich eine Erfahrung, die mir eine Burunderin über ihre ersten Gottesdienste in Deutschland berichtete: „Ich dachte, ich bin in einer Totenmesse.“

Brigitte Krompaß, Grafrath

Der Text erinnert an den Resurrection dance der indischen Bharatanatyam-Tradition, bei dem der der Tänzer dem Auferstandenen huldigt. Kopf und Füße, Arme und Beine drehen sich in ekstatischem Jubel.

Dr. Klaus Beurle, Würzburg

Anders als in der kretischen Mythologie gelingt in den Labyrinthen, die im kirchlichen Raum entstanden sind, der Weg zurück aus der Mitte auch ohne Faden. Versteht man den Weg des Labyrinths als Bild für den (Lebens-)Weg auf der Suche nach der (eigenen) Mitte, der Suche nach göttlicher Geborgenheit, so führt der Weg zwar mit Wendungen, doch konsequent nach außen, ins alltägliche Leben. Vertrauen in den Weg zu haben und die Erfahrung, dass Umwege neue Sichtweisen ermöglichen, und diese letztlich zum Ziel führen, laden auch heute an vielen Orten Labyrinthe zur Meditation ein.

Magdalena Bogner, Neumarkt

Nein sagen

Zum Kommentar „Bischofsfragen“

Leider widerspricht die Praxis bei der Besetzung des Bischofsamts heute häufig der offiziellen, sich auf Jesus berufende Lehre der Kirche (monatelange Vakanzen, keine Abberufung trotz Empfehlung der Prüfer, Nicht-Annahme von begründeten Rücktrittsgesuchen). Eine vermeidbare Konsequenz: Bistümer ohne Bischof und Bischöfe, die vergeblich um ihre Ablösung bitten. Im weltlichen Bereich würde sich solche verzögernde Praxis sehr schädlich auswirken.

Obwohl ich ein überzeugter Demokrat bin, halte ich eine Bischofswahl durch alle „Gläubigen“ allerdings nicht für richtig, weil vielen die Kriterien unbekannt sind. Eine Alternative wäre die Wahl durch die Priester des Bistums.

Otto Walterspiel (online)

Mit der Wahl des neuen Bischofs von Münster hat sich das Domkapitel ein Armutszeugnis ausgestellt. Da stehen 1,6 Millionen Katholiken gegen 500000 im Bistum Hildesheim. Welcher Bischof kann da schon Nein sagen? Doch genau das hätte Wilmer sagen müssen und gut begründet sagen können. Einst betonte Papst Benedikt die Treue eines Bischofs zu seinem Bistum. Die Bistümer sollten keine Karriereleiter sein. Durchgesetzt hat er diesen Anspruch jedoch nicht.

Egmont Schulze Pellengahr (online)

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