c. schwarz-schillingEine Mahnung

Er pochte auf christliche Werte und verurteilte den Bosnien-Krieg. Nachruf auf CDU-Politiker Christian Schwarz-Schilling.

Die Politiker müssen wissen, dass unsere heutigen Errungenschaften, wie Rechtsstaat, Demokratie, Freiheit, Menschenrechte, ohne Glauben an Gott, ohne Christentum nie hätten entstehen können.“ Das sagte der CDU-Politiker Christian Schwarz-Schilling 1988 vor dem Zentralausschuss des ökumenischen Rats der Kirchen in Hannover. Als katholischer Christ sah er sich immer in dieser Verantwortung. Von seinem Amt als Bundespost- und Telekommunikationsminister trat er 1992 aus Protest gegen die Haltung der Bundesregierung im Bosnien-Krieg zurück. Das „Desinteresse seiner Generation“ sei eine der „bedrückendsten Erfahrungen überhaupt“, sagte er damals. Bis ins hohe Alter setzte er sich für Bürgerkriegsflüchtlinge aus den Jugoslawien-Nachfolgestaaten ein. Die oben genannten demokratischen Errungenschaften „kann man in kürzester Zeit wieder verlieren, es genügen nur kurze Zeiten des Unglaubens, des Hochmuts, des Eigendünkels, des sträflichen Versuchs, den Menschen an die Stelle Gottes zu setzen, um uns wieder in das tiefste Dunkel der Menschheitsgeschichte zu stürzen.“ Eine Mahnung des am 6. April 95-jährig Verstorbenen auch für unsere Gegenwart.

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