Wettläufe passen gut zur Osterzeit. Kaum hat Maria von Magdala die Botschaft der Auferstehung weitergegeben, da liefern sich Petrus und der „Jünger, den Jesus liebte“, ein Rennen zum leeren Grab – und die Bibel berichtet sogar genau, wer zuerst am Ziel ankommt (vgl. Joh 20,3f.). Vielleicht fühlten sich die rund 60000 Menschen aus aller Welt, die beim diesjährigen Rom-Marathon (inklusive Nebenläufe) mitmachten, ein Stück weit in der Tradition dieser urkirchlichen Läufer. Der Osservatore Romano brachte jetzt einen Beitrag über den französischen Kardinal und begeisterten Langstreckenläufer Jean-Paul Vesco, der – mit Mitte 60 – selbst am Marathon teilnahm. Sport könne „Wege des Friedens, der Inklusion und der Spiritualität eröffnen“, hieß es in dem Artikel. Es ist das erste Mal in der Geschichte des Laufs, dass ein Kardinal mit an den Start ging.
In diesem Jahr stand der Marathon ganz im Zeichen der Nachhaltigkeit. Die rund 170000 Liter Wasser, die entlang der Strecke auf durstige Läuferinnen und Läufer warteten, waren in speziellen umweltschonenden Kartons abgepackt. Als offizieller Hashtag der Veranstaltung wurde #RunForWater („Lauf für das Wasser“) ausgegeben.