Wie eine Waldpädagogin den Kindern den Ekel vor Kellerasseln nimmt: „Ich zeige meine Sympathie für die Tiere“ Von Michaela Hackert 11_2020, 50. Jahrgang, S. 20 / / 0 Kommentare "Als Pädagogin beobachte ich das Geschehen neutral, verurteile das Verhalten der Kinder nicht, sondern versuche, positives Vorbild zu sein. Sehe ich, dass Kinder sich vor Kellerasseln ekeln, nehme ich dies als Anlass, um als Vorbild einzugreifen. Ich zeige meine Sympathie für die Tiere, erläutere, warum ich sie bewundere und welchen Nutzen sie haben. Als ausgebildete Waldpädagogin habe ich gelernt, Ekel als Urtrieb und Schutzfunktion zu verstehen. Ich greife eine solche Ekel-Situation auf, wandele sie in Begeisterung und bleibe selbst furchtlos. Das gelingt nur durch aktives Vorleben und durch begleitetes achtsames Verhalten. Mit Materialien wie einem Becherglas oder Blatt kann ich mir gut behelfen. So lerne ich – in sicherer Distanz – meinen Ekel zu kontrollieren. Im nächsten Schritt erfolgt vielleicht die Mutprobe, eine Berührung auszuhalten. Entwicklungsschritte kann man also abwarten oder aktiv begleiten. In der Begleitungsphase sollten pädagogische Fachkräfte die Kinder weder ausschimpfen noch sanktionieren. Es ist wichtig, Verständnis für ihr Verhalten zeigen. Denn Ekel ist eine natürliche Schutzfunktion von Menschen jeden Alters." Das Fachmagazin im Abo 10 Ausgaben pro Jahr Beispielhafte und inspirierende Praxisbeiträge aus dem Kita-Alltag Fachliche Orientierung, Standpunkte und Meinungen zu Themen der Frühpädagogik Sicherung und Weiterentwicklung der pädagogischen Qualität in Ihrer Einrichtung 1 Ausgabe gratis Word Drucken Teilen Teilen Whatsapp Mailen Überschrift Artikel-Infos Autorin Michaela Hackert Erzieherin und Natur- und Wildnistrainerin. Sie leitet den Waldkindergarten „Die Waldmäuse“ in Bochum, den sie mitgegründet hat. Auch interessant Plus Ausgabe 1_2026 S. 20-22 Emotionsregulation in aufgeregten Zeiten: "Beruhig' dich erst mal!" Von Jessica Schuch Plus Ausgabe 8_2025: Teams unterstützen, Zusammenhalt fördern S. 24-25 Kinderdolmetscher: Wie geht Wut? Von Claudia Schwarzlmüller Plus Ausgabe 5_2025: Warum Langeweile für Kinder wichtig ist S. 32-33 Eine Methode für Konflikte: Mit Handpuppen heikle Situationen lösen Von Heike Heilmann
Michaela Hackert Erzieherin und Natur- und Wildnistrainerin. Sie leitet den Waldkindergarten „Die Waldmäuse“ in Bochum, den sie mitgegründet hat.
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