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Titelseite Gottesdienst 20/2026

20 / 2026: 19. Oktober 2026

Inhalt

Liebe Leserinnen und Leser,

lange nicht mehr hat ein Beitrag in dieser Zeitschrift so viele Reaktionen hervorgerufen wie der Artikel von Benedikt Kranemann zur Frage der Laienpredigt (vgl. Gd 16/2026, S. 173–176). In den letzten Ausgaben waren einige dieser Leserbriefe abgedruckt.

In dieser Ausgabe finden Sie nun einen Beitrag des Liturgiewissenschaftlers Andrea Grillo. Aus seiner italienischen Perspektive heraus will er die Entscheidung des Dikasteriums für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung argumentativ unterstützen, indem er die Einheit von Homilie und Gemeindeleitung betont. Inwieweit er dabei im Blick hat, dass sich in verschiedenen Regionen inzwischen unterschiedliche Formen der Gemeindeleitung herausgebildet haben, bleibt in seinem Beitrag offen. Wichtig ist für Grillo, dass zwischen dem Predigenden und den Hörenden Beziehungen bestehen. Die Bedeutung dieses Arguments kann ich aus meiner persönlichen Erfahrung nur unterstreichen, da ich immer wieder vor Gemeinden predige, die mir zum großen Teil unbekannt sind.

Vielleicht könnte es in der Diskussion helfen, der liturgietheologischen Argumentation des römischen Antwortschreibens stärker Beachtung zu schenken, die hinter der Formulierung „Reservierung der Homilie für den geweihten Amtsträger“ leicht in den Hintergrund treten kann. In diesem Verständnis soll die Identität von Prediger und Vorsteher der Eucharistie die untrennbare Einheit der beiden Teile der Messe klar erkennbar werden lassen.

Ihr Marius Linnenborn

Über diese Ausgabe

Leitartikel

  • Plus S. 211-224

    Die Homilie und die Leitung der Gemeinde

    Die Homilie und die Leitung der Gemeinde

    Warum die Homilie nicht einfach eine Frage der Weihe ist. Und warum Rom dennoch damit recht hat, sie nicht einfach für Laien freizugeben.

Aktuell

Artikel

  • Gratis S. 230-231

    Vierzig Tage – Zeit des Wandels

    Das „Sechswochenamt“ für Verstorbene wird (ungefähr) am 40. Tag nach dem jeweiligen Sterbetag gefeiert. Da die Symbolzahl Vierzig häufig in der Bibel vorkommt, bieten sich einige Anhaltspunkte, die auf die Situation der Trauernden hin ausgelegt werden können. Der folgende Beitrag greift diese Perikopen auf und bietet einen Textvorschlag für die Verwendung im Sechswochenamt.

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