Vorsitz der Deutschen BischofskonferenzBischof Georg Bätzing tritt nicht mehr an

Der Limburger Bischof Bätzing kandidiert nicht mehr für das Amt des Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz. Da voraussichtlich auch Nuntius Nikola Eterović abtritt, bietet sich die Chance auf einen Neuanfang in den römisch-deutschen Beziehungen.

Bischof Georg Bätzing
© Harald Oppitz/KNA

Der Limburger Bischof Georg Bätzing tritt bei der bevorstehenden Frühjahrsvollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz nicht mehr für das Amt der Vorsitzenden der Konferenz zur Verfügung. Das teilte Bätzing heute in einem Schreiben an die Mitglieder der Bischofskonferenz mit, das COMMUNIO vorliegt. Das Treffen findet vom 23. bis zum 26. Februar 2026 in Würzburg statt.

 Er wolle seine Amtskollegen vorab über die Entscheidung informieren, um "im Vorfeld gute diesbezügliche Überlegungen zu ermöglichen", schreibt Bätzing darin. Für die anstehende Wahl bete er "um Gottes guten Geist und wünsche unserem Miteinander in der Konferenz weiterhin den Mut zum offenen Wort, zu konstruktivem Ringen und die Bereitschaft aufeinander zuzugehen".

Bätzing war vor sechs Jahren zum Vorsitzenden der Bischofskonferenz gewählt worden, nachdem der Münchner Kardinal Reinhard Marx sein Amt vorzeitig niedergelegt hatte.

Prägend für Bätzings Amtsperiode waren die Diskussionen um den Synodalen Weg von Deutscher Bischofskonferenz und Zentralkomitee der deutschen Katholiken. Das Reformprojekt war immer wieder Gegenstand von Kritik aus dem Vatikan und von einigen deutschen Bischöfen.

In den nächsten Wochen wird außerdem mit einem Ende der Amtszeit des Apostolischen Nuntius in Berlin, Erzbischof Nikola Eterović, gerechnet. Der Kroate wird am 20. Januar 2026 75 und muss dann dem Papst seinen Rücktritt anbieten.

Der Personalwechsel auf beiden Seiten bietet die Chance auf einen Neuanfang in den zuletzt belasteten Beziehungen zwischen der katholischen Kirche in Deutschland und der römischen Zentrale.

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